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Deutsche Start-ups als Treiber von Innovationen

Digitaler Treuhänder

von - 03.01.2020
Einfluss neuer Technologien
KI, AR/VR und Blockchain: Diese neuen Technologien beeinflussen die Start-up-Geschäftsmodelle sehr unterschiedlich.
(Quelle: PrincewaterhouseCoopers - "Deutscher Startup Monitor 2019", n = 1.855, 1-831, 1.821, 1.790 )
Die Gründer von Paylax aus Stuttgart haben 2015 einen Treuhandservice entwickelt, der den Online-Handel sicherer machen soll, indem das Geld der Kunden erst einmal auf einem Treuhandkonto landet. So vermitteln laut Thomas Niemann, CEO und Mitgründer von Paylax, Online-Marktplätze wie Ebay Kleinanzeigen oder Autoscout24 lediglich den Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer, die Art der Zahlungsabwicklung bleibe aber den Kunden überlassen.
Aus Angst vor einem Betrug kommen nach der Erfahrung von Niemann viele Geschäfte gar nicht erst zustande. Aus diesem Grund habe man den digitalen Treuhandservice Paylax entwickelt, mit dem Verbraucher eine sichere Bezahlmethode erhalten - auch über Ländergrenzen hinweg.
Doch was macht Paylax anders als andere Dienste? "Im Gegensatz zu anderen Payment-Dienstleistern wie Pay­pal ergreifen wir keine Partei für einen unserer Nutzer und zahlen ohne die Zustimmung der Gegenpartei keine Gelder aus." Der Ansatz des Stuttgarter Start-up sei es, das Geld der Nutzer so lange sicher zu verwahren, bis sich die Parteien geeinigt hätten oder im schlimmsten Fall ein Gericht über den Ausgang der Zahlung entscheide. "Vor allem bei hohen Transaktionsvolumen ist es wichtig, dass die Entscheidung über eine Freigabe des Geldes bei den Nutzern selbst und nicht bei dem Zahlungsanbieter liegt", betont Thomas Niemann. Der Treuhanddienst Paylax eignet sich nicht nur für die Zahlungsabwicklung zwischen Privatpersonen. Mit Paylax Business haben die Jungunternehmer auch eine Variante des Treuhanddienstes für Online-Shops, B2B- und Buchungsplattformen entwickelt.

Fazit

Die zahlreichen erfolgreichen Start-up-Gründungen der vergangenen Jahre und unserer Beispiele zeigen: Die Konjunktur für Gründer ist gut.
Auch wenn es nicht jeder Entrepreneur zu einem schillernden Einhorn bringen mag, so gibt es doch immer wieder Gründer, die ihr Start-up mit einer zündenden Idee zu beachtlichem Erfolg führen. Und auch so manche Copycats sind in Deutschland sehr erfolgreich - Start-ups, die intelligente Geschäftsideen aus anderen Ländern mehr oder weniger kopieren und an den hiesigen Markt anpassen.
Es ist also davon auszugehen, dass auch in den kommenden Jahren viele junge Unternehmen entstehen, die mit einer guten Geschäftsidee hierzulande und möglicherweise auch weltweit reüssieren.
An Gründern mangelt es jedenfalls nicht: Nach Angaben des Beratungsunternehmens Mobilunity sollen von den mehr als sieben Milliarden Menschen auf der Erde rund 400 Millionen Gründer sein. Und die bauen jedes Jahr rund 100 Millionen Start-ups auf. Natürlich sind nicht alle diese Jungunternehmen erfolgreich. Laut Mobil­unity machen jährlich weltweit 86 Millionen Start-ups auch wieder dicht.
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