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Deutsche Start-ups als Treiber von Innovationen

Digitaler Posteingang

von - 03.01.2020
Geschäftsmodelle von Start-ups
Nur wenig Analoges: Ein Großteil der Start-ups sind einem rein digitalen Geschäftsmodell zuzuordnen.
(Quelle: PricewaterhouseCoopers - "Deutscher Startup Monitor 2019" n = 1.880 )
Auch in Zeiten des digitalen Wandels erhalten Unternehmen nach wie vor Unmengen von Briefen per klassischer Post. Das Berliner Start-up Caya hilft kleinen und mittelgroßen Firmen dabei, ihren Arbeitsalltag effizienter zu gestalten, indem es die tägliche Eingangspost digitalisiert.
Unternehmen leiten ihre Eingangspost entweder an das Scan-Center von Caya weiter oder sie lassen Post von Behörden und Unternehmen, von denen sie Rechnungen, Bescheide und Ähnliches digital empfangen möchten, direkt an Caya senden. Das seit drei Jahren auf dem Markt aktive Start-up öffnet die eingehende Post, scannt sie und legt sie dann digital in einem durchsuchbaren Online-Briefkasten ab. Die physische Post wird je nach Kundenanforderung archiviert und bei Bedarf zugesendet.
Die Geschäftsidee zu Caya kam dem Mitgründer Alexander Schneekloth nach einem Urlaub: "Der Briefkasten quoll über. Und ich habe mich gefragt, warum das im 21. Jahrhundert immer noch so ist. Wenn man sich mit dem Markt beschäftigt, dann stellt man schnell fest, dass Konzerne ihre Eingangspost bereits seit Jahren digitalisieren lassen. Für kleine und mittlere Unternehmen gibt es jedoch quasi kein An­gebot."
Alexander Schneekloth
Alexander Schneekloth
Geschäftsführer und Mitgründer von Caya
www.getcaya.com
Foto: Caya
„Das zu machen, was alle anderen machen, ist die falsche Strategie.“
Man habe in den vergangenen Jahren laut Alexander Schneekloth besonders eines gelernt: "Das zu machen, was alle anderen machen, ist die falsche Strategie." Wer erfolgreich sein wolle, dürfe nicht andere kopieren, sondern müsse seinen eigenen Weg gehen. "Für uns waren die entscheidenden Punkte vor allem die Liebe zum Detail und zu datenbasierten Entscheidungen sowie auf unser Bauchgefühl zu hören, denn häufig weiß man eigentlich schon, was der richtige Weg ist."

Gutschein statt Bargeld

Das 2014 in Berlin gegründete und ein Jahr später livegegangene Start-up OptioPay hat sich zum Ziel gesetzt, die Art und Weise zu verändern, wie Menschen Rückerstattungen erhalten. Ob Schadensregulierungen von Versicherungen oder Entschädigungszahlungen von Fluggesellschaften - mit OptioPay kann sich der Kunde anstatt für Bargeld für eine höherwertige Entschädigung in Form eines Einkaufsgutscheins für Online-Shops wie Amazon, Otto oder Zalando entscheiden. So erhält man zum Beispiel anstatt einer Überweisung in Höhe von 100 Euro einen Einkaufsgutschein im Wert von 110 Euro. OptioPay arbeitet mit mehr als 120 Auszahlungspartnern zusammen. Der ursprüngliche Auszahlungswert lässt sich dabei je nach Partnerunternehmen um bis zu 100 Prozent steigern.
Die White-Label-Anwendung können Unternehmen unterschiedlichster Branchen in ihre Auszahlungsprozesse integrieren, etwa durch eine Plug-and-play-Lösung für die Unternehmens-Software von SAP.
Das Start-up hat mit OptioBanking zudem eine Technologie entwickelt, die Nutzern auf Basis von Bankdaten personalisierte Spar- und Finanzempfehlungen anzeigt. Konkret bedeutet dies: Wenn ein Nutzer gerne und oft online shoppt, dann erhält er dank OptioBanking anstatt Geld die Empfehlungen für einen Shopping-Gutschein.
Mit OptioPay sollen sowohl die Unternehmen, die Geld auszahlen müssen, als auch die Unternehmen, die Einkaufsgutscheine anbieten, profitieren. So können zum Beispiel Letztere neue Kunden gewinnen und auf diese Weise ihren Umsatz steigern. Darüber hinaus bietet OptioPay seinen Unternehmenskunden Analysen der Nutzer-Bankdaten an und generiert individualisierte finanzielle Gesamtauswertungen für einzelne Kunden oder Kundengruppen.
"OptioPay schafft gegenwärtig mit der Kombination aus OptioBanking und der Auszahlungslösung neue relevante Kundenkontaktpunkte, die Mehrwerte und Flexibilität für Nutzer gewährleisten sowie unternehmensseitig Kundenzufriedenheit und Wettbewerbsdifferenzierung erhöhen", erklärt Oliver Oster, COO und Mitgründer von OptioPay. "Open Banking ist ein auf Basis der Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 neu entstandenes Geschäftsfeld, in welchem wir uns mit persönlichen und vorteilhaften Spar- und Finanzempfehlungen differenziert von Mitbewerbern positioniert haben."
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