Software-defined Data Center

SDDC macht das Rechenzentrum programmierbar

von - 25.06.2015
Rechenzentrum
Foto: Fotolia / Oleksiy Mark
Datacenter, die auf Software basieren, sind schnell, flexibel und sparsam. com! professional stellt das Konzept und die Vorteile der Software-defined Data Center, kurz SDDC, en détail vor.
Flexibel soll das moderne Rechenzentrum sein, sich schnell an neue Geschäftsanforderungen anpassen lassen, auf Knopfdruck weitere  Services bereitstellen und zudem möglichst effizient und kostengünstig arbeiten. Ein herkömmliches Datacenter kann diese Vorgaben nicht erfüllen. Als Lösung favorisieren IT- und Netzwerkfirmen das Software-defined Data Center (SDDC). Es soll das Rechenzentrum „pro­grammierbar“ machen. Doch die Migration zu einem SDDC ist nicht ohne Tücken.
77 Mrd. Dollar soll 2020 der weltweite Umsatz mit Produkten für das softwarebasierte Rechenzentrum betragen.
Das klassische Rechenzentrum stößt an seine Grenzen: „Unternehmen müssen heute IT-Services immer schneller und flexibler bereitstellen“, sagt Ulrich, Hamm, Consulting System Engineer Data Center bei Cisco Deutschland. „Mit herkömmlichen Rechenzentrums-In­frastrukturen ist das nicht zu schaffen.“ Gefordert sind demzufolge Datacenter, die Server-, Storage- und Netzwerk-Ressourcen bezogen auf den jeweiligen Workload zur Verfügung stellen.
Statt des herkömmlichen Hardware-defined Data Centers (HDDC) forcieren deshalb IT-Unternehmen und Betreiber von Rechenzentren einen anderen Ansatz, den des softwarebasierten Rechenzentrums.
Zu den Anwendern, die derzeit auf SDDC setzen, zählen vor allem Unternehmen, die Cloud-Computing-Dienste anbieten, etwa Amazon Web Services, Google, Microsoft und Facebook. Der Grund: Sie bieten eine Vielzahl unterschiedlicher IT-Dienste an, von Office-Lösungen bis hin zu Server- und Storage-Kapazitäten, Disaster-Recovery-Lösun­gen und Datenbanken. Diese IT-Services und die dazugehörigen Ressourcen müssen auf Anforderung von Nutzern möglichst schnell bereitgestellt werden, am besten binnen weniger Minuten.
Doch auch kleinere Anbieter von Cloud-Diensten sowie firmeneigene Rechenzentren stehen vor der Herausforderung, Anwendern innerhalb kürzester Zeit neue IT-Dienste zur Verfügung zu stellen. Das schließt die dazugehörigen Server (Rechenleistung), Speicherressourcen (Storage) und Netzwerkkapazitäten (Network) mit ein. Hier spielt ein SDDC seine Stärken aus, so Peter Dümig, Senior Server Product Manager bei Dell: „Zu den Vorteilen eines softwarebasierten Rechenzentrums gehören Schnelligkeit, Flexibilität und Einfachheit. Daraus resultieren wiederum bessere Business-Services.“
Kein Wunder, dass die Prognosen der Marktforscher die Zukunft des SDDC rosig sehen. 2020 soll der weltweite Umsatz mit Produkten rund um das softwarebasierte Rechenzentrum 77 Milliarden Dollar erreichen, sagt Markets and Markets voraus – gegenüber rund 21,8 Milliarden Dollar 2015. Das jährliche Umsatzwachstum betrüge demnach 28,8 Prozent.
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