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Nicht nur für Prototypen

Immer mehr Firmen entdecken den 3D-Druck

von - 11.11.2015
Foto: Fotolia / chesky
Der Markt, die Technologien und professionelle Anwendungen für die additive Fertigung machen den 3D-Druck immer interessanter. com! bietet einen Überblick zum Stand der Technik.
Stereolithografie-Drucker von DWS Systems: Mode- und Schmuck­desi­gner in Italien arbeiten bereits viel mit 3D-Druckern, zum Beispiel mit diesem Digitalwax 028JE.
(Quelle: DWS Systems)
Mit einer Luxusvilla aus dem 3D-Drucker sorgte die chinesische Firma Winsun Anfang des Jahres weltweit für Aufsehen. Nach zehn Einfamilienhäusern und einem fünfstöckigen Wohnblock im Jahr zuvor kann sie sich vor Aufträgen aus dem In- und Ausland wahrscheinlich kaum retten.
Nicht minder medienwirksam sind erste erfolgreiche Versuche mit 3D-Bioprinting. Dem US-Unternehmen Organovo ist es bereits 2013 gelungen, für Forschungszwecke eine Mini-Leber auszudrucken und 40 Tage lang am Leben zu erhalten.
Neue Lebensmittelkreationen lassen 3D-Drucker ebenfalls schon entstehen. Choc Edge aus Devon in England bietet den ersten kommerziellen Schokoladen-3D-Drucker an, der italienische Pasta-König Barilla soll an einem Nudel-3D-Drucker arbeiten, und der Hersteller des 3D-Druckers da Vinci, XYZ Printing aus Taiwan, hat ebenfalls zwei Geräte für Lebensmittel angekündigt. Dabei werden in der Regel FDM-Drucker (Fused Deposition Modeling) eingesetzt, bei denen das auf einer Spule befindliche Material über eine sogenannte Ex­trusionsdüse ähnlich der eines Tintenstrahlers Schicht für Schicht auf eine Bauplattform aufgetragen wird.
Bilderstrecke
5 Bilder
Gehäuse des Stereolithografie-Druckers Form 1+ von Formlabs
Umlenkspiegel des Stereolithografie-Druckers Form 1+ von Formlabs
Bauplattform des Stereolithografie-Druckers Form 1+ von Formlabs
Schrittmotoren des Stereolithografie-Druckers Form 1+ von Formlabs

3D-Druck :

So funktioniert ein Stereolithografie-Drucker

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Von diesem Prinzip leitet sich der Begriff 3D-Drucker ab – von dem sich Anbieter industriell genutzer Maschinen allerdings mitunter distanzieren. Sie sprechen seit den Anfängen in den 80er- und 90er-Jahren lieber von Additive Manufacturing oder generativen Fertigungsverfahren. Auch nutzen sie andere Technologien und verarbeiten andere Materialien, zum Beispiel Metall. Einen Überblick über Verfahren, Materialien und Hersteller gibt die Tabelle im Abschnitt „Die 3D-Druckverfahren“.
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