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IT-Prozesse müssen immer funktionieren

Industriebetrieb der Zukunft

von - 15.03.2019
com! professional: Wie sieht der Industriebetrieb der Zukunft aus - und wie Bühler?
Scheiber: Als Familienunternehmen mit fast 160-jähriger Tradition, das auch im digitalen 21. Jahrhundert erfolgreich wirtschaftet, müssen wir uns die Frage stellen, wie die Welt in 10, 20 oder 30 Jahren
Montagehalle
Bühler auf neuen Wegen: Auch die Montagehallen werden von der Digitalisierung erfasst.
(Quelle: Bühler )
aussieht. Klimawandel ist ein großes Thema, Rohstoffversorgung und Landwirtschaft ebenfalls. Hinzu kommen Inno­vationen in Transport und Verkehr und das Bevölkerungswachstum. Angesichts dieser Entwicklungen müssen wir uns fragen, welchen Beitrag wir leisten können. Wie stellen wir sicher, dass unsere Kunden mit unserer Technologie im Jahr 2050 fast 10 Milliarden Menschen ernähren können? Oder: Wie transportieren unsere Kunden Milliarden Menschen in den zunehmend verstopften Metropolen dieser Welt? Welche Art von Automobilen werden wir fahren - und wie können wir diese mit unseren Technologien unterstützen? Eines ist schon jetzt klar: Die Technologien der Vergangenheit werden in Zukunft nicht mehr genügen, um alle neuen Herausforderungen zu meistern. Vielmehr werden die digitalen Technologien sehr wahrscheinlich eine entscheidende Rolle spielen, um die Effizienz unserer Maschinen zu steigern.
com! professional: Aus der Sicht des Technikers: Wie sehen Sie die Zukunft der Industrie, Herr Roberts?
Roberts: Die Digitalisierung wird nicht die alleinige Antwort sein auf die Herausforderungen der Zukunft. Es geht darum, bessere Lösungen zu finden, ob digital oder nicht. Außerdem müssen wir die Zusammenarbeit mit Dritten verstärkt nutzen. Das erreichen wir nur, indem wir Win-win-Situationen für
alle schaffen. Diese Haltung wird eine entscheidende Rolle spielen, wenn wir neue Technologien einsetzen.
com! professional: Welche Rolle wird die IT in der Industrie der Zukunft spielen, Herr Goetz?
Goetz: Intern wird die IT weiter daran arbeiten, Prozesse zu digitalisieren und zu automatisieren. Hier gilt es, Voraussetzungen zu schaffen, um effizienter und transparenter zu werden, etwa durch eine bessere Datenqualität. Parallel dazu wollen wir als IT eine neue Rolle spielen: Wir wollen nicht mehr ausschließlich unsere internen Anwender mit IT-Services unterstützen, sondern neue Geschäftsfelder erschließen und digitale Services für unsere Kunden anbieten. Wir wollen den Kunden Lösungen anbieten, um zusätzliches Wachstum zu ermöglichen, zum Beispiel bei der Datensicherheit.
Scheiber: Bei der Lebensmittelsicherheit sehe ich dafür durchaus Ansätze. Unsere Kunden müssen teils nachweisen, woher die Rohstoffe stammen, wie sie ge­lagert, transportiert und verarbeitet wurden. Eine Technologie wie die Blockchain ist möglicherweise für die lückenlose, fälschungssichere Dokumentation der Produk­tionshistorie geeignet. Eine solche Lösung könnte Bühler betreiben, um Kunden einen großen Mehrwert zu bieten. Mit einem ersten Kunden arbeiten wir bereits an einem Blockchain-Pilotprojekt. Resultate kann ich noch keine nennen - vielleicht bei einem nächsten Gespräch (lacht).
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