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Auf der Suche nach dem digitalen Optimum

Elektronikhandel: eigene Wege

von - 13.02.2020
Stationärer Einkauf Prioritäten
Generationenübergreifend: Jungen wie älteren Verbrauchern ist Handfestes immer noch wichtiger als Digitales.
Foto: PwC 2018 (n = 1000), Mehrfachnennungen möglich
Stationärer Einkauf: Prioritäten
Die Zeit digitaler Spielereien im stationären Handel scheint vorbei zu sein. Doch gilt das nicht für alle Branchen gleichermaßen, wie der Elektronikhändler Conrad zeigt. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren digitale Features wie Ta­blets zur virtuellen Regalverlängerung, 24-Stunden-Abholstationen und Verkaufsroboter in die Läden gebracht, bekam aber auch die Kosten der Digitalisierung zu spüren. Die Optionen ­seien begrenzt, so Chief Sales Officer Ralf Bühler. Die Läden zuzumachen und zum Online-Pure-Player zu werden, gehe nicht, da das E-Commerce-Geschäft stark auf den Abstrahleffekten des stationären Geschäfts basiere. Und in den Filialen könne man nicht einfach auf digi­tale Gimmicks verzichten: „Mit Projekten wie zuletzt unserem Verkaufsroboter Alex wollen wir unsere Kunden begeistern und ihnen zeigen, dass wir ein Unternehmen sind, das früh darauf achtet, was sich an technischen ­Innovationen tut. Solche Projekte sind natürlich keine Verkaufsschlager, aber sie zahlen für uns als Technikhändler auf die Wahrnehmung der Marke ein.“
Dennoch bemühe sich Conrad, Digitalisierungsprojekte zu priorisieren, die sich konkret auf Umsatz- und Ertrag auswirkten. „Beispiele sind ­unser B2B-Online-Marktplatz und unsere Internet-of-Things-Plattform Conrad Connect. Dafür haben wir beträchtliche Investitionen getätigt, doch nachdem die Grundlagen gelegt sind, erzielen wir hier inzwischen spürbare Mehrumsätze.“ Conrad wolle seine Geschäftszahlen wieder besser gestalten. Eine wesentliche Rolle spiele die Fokussierung auf wertigere Umsätze im B2B-Geschäft. „Auch hier ist der digitale Handel Teil der Lösung“, so Bühler. „Gerade von B2B-Kunden werden zum Beispiel die digitale Regalverlängerung per Tablet ­sowie unsere Abholstationen viel genutzt, weil sie schnellere Bestell- und Abholvorgänge ermöglichen.“
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