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Huawei auf Platz zwei

Absatzzahlen auf dem Smartphone-Markt weiter rückläufig

von - 28.05.2019
Smartphones im Laden
Foto: Bodnar Taras / shutterstock.com
Der Umsatz mit Smartphones ist weltweit weiter gesunken, auch die Stückzahlen entwickelten sich rückläufig. Grund zur Freude gab es hingegen bei Huawei.
Die weltweiten Smartphone-Verkäufe sind weiter rückläufig. Wie das Analystenhaus Gartner vermeldet, ist die Zahl im ersten Quartal 2019 um 2,7 Prozent auf 373 Millionen Geräte gesunken.
Positiv sehen allerdings die Zahlen von Huawei aus. Hier sind die Absatzzahlen stark gestiegen, weshalb sich der Hersteller in diesem Ranking den zweiten Platz sichern konnte. Laut Gartner liegt das Unternehmen nur knapp hinter dem Spitzenreiter Samsung.
Der generelle Rückgang erklärt sich damit, dass der Markt schlicht gesättigt ist. In den Ländern mit dem größten Absatzmarkt verfügt beinahe jeder über ein entsprechendes Gerät. Allein Indien, Afrika und der Mittlere Osten bieten noch größeres Absatzpotenzial.

Nachfrage nach Premium-Geräten geringer als erwartet

Außerdem sei die Nachfrage nach Premium-Smartphones geringer geblieben als die nach herkömmlichen Geräten, so Anshul Gupta, Senior Research Director bei Gartner. Davon betroffen sind laut Gupta vor allem Apple und Samsung, die einen bedeutenden Anteil an hochwertigen Smartphones haben.
Bei Huawei ist hingegen eine gänzlich andere Entwicklung zu beobachten. Der Umsatz mit den chinesischen Geräten sei sogar in allen Regionen gestiegen, schreibt Gartner. Der Smartphone-Absatz sei in Europa um 69 Prozent und im Reich der Mitte um 33 Prozent angewachsen.
Ob sich diese positive Entwicklung für Huawei in der Zukunft so fortsetzt, ist offen. Durch die Sanktionen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Huawei fehlt dem chinesischen Unternehmen in Zukunft die offizielle Android-Lizensierung durch Google. Auch wichtige Bauteile werden nicht mehr geliefert. Trump hatte Huawei unlängst auf eine schwarze Liste gesetzt. Der Handel von US-Firmen mit dem Unternehmen unterliegt damit extrem strengen Kontrollen. Google, ARM und Co. hatten daraufhin die Geschäfte mit Huawei stark eingeschränkt beziehungsweise ganz eingestellt.
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