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Webanalyse im B2B-Einsatz bei KWS Saat

Erster Webanalyse-Versuch

von - 21.08.2018
Für den Start setzte KWS ab 2015 auf die Webanalyse-Lösung etracker des gleichnamigen Hamburger Anbieters. ­Damit wollte das Unternehmen erkunden, ob ein konzernweites Konzept funktioniert, ob sich die Investition in eine Webanalyse-Lösung lohnt und ob sie zur unternehmensweiten Content-Strategie passt.
Was dann geschah, lässt sich durchaus als Klassiker bei der Einführung ­neuer Lösungen beschreiben: Es gab nämlich kaum Mitarbeiterschulungen und kein offizielles Commitment zum Thema. „Und deswegen wurden die daraus generierten Daten nur selten ausgelesen“, fasst Sören Winkelmann das magere erste Ergebnis zusammen.
Dennoch bewies der erste Versuch, dass Webanalyse helfen kann, Content-Strategien punktgenau umzusetzen. Sören Winkelmann holte sich für den zweiten Anlauf ­als Unterstützung externe Expertise ins Haus: Sven-Olaf Peeck von der Digital-Agentur Crowd­media in Hamburg.
Sören Winkelmann
Sören Winkelmann
Brand Manager Corporate Marketing Affairs bei KWS
Foto: KWS
„Was uns fehlte, war ein Gesamtüberblick und eine echte, konsistente Digitalstrategie.“
Nach einem Einstiegs-Workshop, bei dem alle Beteiligten lernten, was grundsätzlich messbar ist und was für KWS Saat sinnvoll zu messen wäre, entschied sich das Unternehmen im Herbst 2017 als neue Lösung für Google Data Studio. Sie ist Teil der Google Analytics 360 Suite und als kostenlose Enterprise-Lösung verfügbar.
Diese Lösung zur Datenvisualisierung erlaubt es, Webseitendaten in ­Berichten darzustellen. Mit einer Vielzahl von Schnittstellen ist die Datenherkunft nicht mehr nur auf Google Analytics beschränkt, sondern gestattet die Datenvisualisierung aus zahlreichen ­Datenquellen. Als das stärkste Feature von Data Studio gilt die Möglichkeit, eigene Daten mit den Daten aus der Google-Welt zu verknüpfen.
KWS implementierte die Datenvisualisierungslösung zuerst auf den deutschen Webseiten des Konzerns. Auch hier blieben die Schwierigkeiten, die beim Einführen einer neuen Lösung häufig auftreten, nicht aus, wie Winkelmann beschreibt: „Wir haben mit einem sehr geringen Wissensstand angefangen, daher auch mit ­einigen Kinderkrankheiten gekämpft und mussten zudem auch noch interne Capabilities schaffen.“
Seit Jahresanfang ist das Projekt nun auf den deutschen Webseiten technisch abgeschlossen. Die Anwender der Analyse-Lösung werden sukzessive geschult.

Globaler Rollout geplant

Jetzt kann KWS die Nutzungsintensität und die Absprungraten messen und im Auge behalten, wie stark die Besucher mit den Inhalten interagieren. Zur Standardbetrachtung zählt die Analyse, woher die Webseitenbesucher kommen und wohin sie gehen. KWS will auch wissen, welche Inhalte gut funktionieren und sinnvoll sind, schließlich kostet die Erstellung von Content Geld.
Sören Winkelmann und Sven-Olaf Peeck sind mit dem bisherigen Verlauf des Projekts zufrieden und planen bereits die nächsten Schritte – den globalen Rollout in über 40 Märkten. Bis Ende Juni nächsten Jahres will KWS dabei die ersten 20 Key-Märkte liveschalten, die nächsten 20 sollen dann folgen. Das Fazit: Die Implementierung ­einer Webanalyse lohnt sich und sie funktioniert auch bei einem traditionellen ­Un­ternehmen.
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