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AR revolutioniert die Beratung im Handel

Zusammenhang zwischen starionärem PoS und digitalen Kampagnen

von - 27.11.2019
com! professional: Können Sie einen Zusammenhang zwischen dem stationären Point of Sale und ihren digitalen Kampagnen herstellen?
Grebarsche: Wir sammeln kontinuierlich Erfahrungen und analysieren, wie die Schnittmenge zwischen
L'Oréal Haarton wählen
Typ-Beratung: Kundinnen können Kosmetikprodukte mit Augmented Reality virtuell ausprobieren, etwa Haarfarben.
(Quelle: L’Oréal Deutschland)
Online- und Offline-Kundschaft ist. Und wir führen regelmäßig kanalübergreifende „Drive to Store“-Kampagnen durch, auch mit unseren Handelspartnern.
com! professional: Eine Schwierigkeit von Marken ist, dass sie oft keinen direkten Kundenkontakt und damit Kundendaten haben, weil ihre Produkte über den Handel vertrieben werden. Wie geht L’Oréal diese Herausforderung an?
Grebarsche: Das Nutzerverhalten unserer Verbraucher hat sich in den letzten drei Jahren extrem verändert. Sowohl die Möglichkeiten als auch die Erwartung, mit unseren Marken direkt zu interagieren, haben sich signifikant erhöht. Unser Ziel ist, zu der größtmöglichen Zahl an Konsumenten eine direkte Beziehung aufzubauen. Ob CRM-Programme, Social Media oder eigene Online-Shops: Wir nutzen eine Vielzahl an eigenen Touchpoints und Kommunikationswegen. Sie erlauben es uns, mittels Daten personalisierte Kunden­interaktionen zu schaffen.
L'Oréal Gebäude
Rekord: Die L’Oréal-Gruppe steigerte den Umsatz ihrer 36 Marken in Deutschland 2018 auf 1,29 Milliarden Euro.
(Quelle: L’Oréal / Reiner Rehfeld)
Ein gutes Beispiel ist die Übernahme von Modiface, dem kanadischen Start-up, das als weltweit führender Augmented-Reality-Anbieter gilt. Ein echter Game-Changer, der eine völlig andere und neue Form der Interaktion mit dem Kunden ermöglicht und eine nochmals höhere Qualität an Daten liefert. Mit dem Modiface-Service-Tool können Nutzerinnen neue Make-up-Looks per Augmented-Reality-Technologie im Live-Bild sehen und gleichzeitig mit ihrer Social Community teilen oder das Produkt direkt online erwerben.
com! professional: Wenn Sie mit Beauty-Tech mehr über Ihre Kunden und Kundinnen lernen, wozu verwenden Sie dann die Daten?
Grebarsche: Unser Ziel ist, mit unseren Konsumentinnen und Konsumenten noch relevanter und persönlicher zu interagieren. Dafür müssen wir etwas über sie wissen. Hat der Kunde uns vielleicht schon einmal seine Haarfarbe verraten? Oder seine Hautbeschaffenheit mit unseren Tools gemessen? Oder in unseren Shops gekauft? All diese Informationen sind für eine nachhaltige Beziehung wichtig. Natürlich hat dieses Wissen auch einen Einfluss auf unsere Media-Planung. Denn wir wollen auf Basis von Kundenaffinitäten un­sere Kommunikation kanalübergreifend noch präziser und effizienter gestalten.
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