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Mobilfunk-Anbieter zahlen 5,1 Milliarden Euro

LTE auf dem Land, mobiles Breitband in der Stadt

von - 19.06.2015
Vodafone, das am meisten Geld in die Hand nahm, ersteigerte 2x10 MHz im 700-MHz-Band, 2x10 MHz im 900-MHz-Band und 20 MHz (ungepaart) im 1,5-GHz-Band. Im 1,8-GHz-Bereich konnten sich die Düsseldorfer 2x25 MHz sichern.
SIM-Karte mit LTE-Logo
Frequenzauktion: Der 700-MHz-Frequenzbereich eignet sich zum Ausbau des LTE-Netzes auf dem Land. Der 1,5 und 1,8-GHz-Bereich dient vor allem dem Ausbau von mobilem Breitband in dichter besiedelten Gebieten.
Die Deutsche Telekom ersteigerte 2x10 MHz im 700-MHz-Band, 2x15 MHz im 900-MHz-Band sowie 20 MHz im 1,5-GHz-Band. Auch im 1,8-GHz-Bereich schlug die Telekom mit 2x15 MHz zu.
Telefónica wiederum hat sich zwei gepaarte Blöcke im 700-MHz-Bereich, zwei gepaarte Blöcke bei 900 MHz sowie zwei gepaarte Blöcke im 1,8-Gigahertz-Bereich gesichert. Im 1,5-Gigahertz-Bereich kam der Anbieter hingegen nicht zum Zug.
Die jeweiligen Frequenzen wurden von den Netzbetreibern für unterschiedliche Einsatzszenarien zugekauft: Generell eignet sich das Spektrum bei 700 MHz aus der sogenannten Digitalen Dividende 2 zum Ausbau des LTE-Netzes auf dem Land. Die ersteigerten Blöcke im 1,5 und 1,8-Gigahertz-Bereich dienen hingegen vor allem dem Ausbau von mobilem Breitband in dichter besiedelten Gebieten. Die Blöcke im 900-Megahertz-Bereich stellen wiederum die Qualität des bundesweiten GSM-Netzes für Sprache, SMS und schmalbandige Internetverbindungen sicher.

Bieter zeigen sich zufrieden

Insgesamt zeigten sich alle drei Unternehmen mit der Ausbeute zufrieden: "Wir haben ein werthaltiges Frequenzpaket erworben", so Thorsten Dirks, CEO von Telefónica Deutschland.
Ähnlich äußerte sich Vodafone-Chef Jens Schulte-Bockum, der nach seiner plötzlichen Rücktrittsankündigung in Kürze von Hannes Ametsreiter abgelöst werden soll: „Wir haben in dieser Auktion ein sehr gutes Ergebnis erzielt und konnten nicht nur die meisten, sondern vor allem sehr wertvolle Frequenzen für uns sichern.
„Wir sind mit dem Ausgang der Auktion zufrieden“, sagte schließlich auch Niek Jan van Damme, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG und Chef der Telekom Deutschland GmbH, zum Abschluss der Versteigerung. „Mit den erworbenen Frequenzen werden wir die Digitalisierung Deutschlands weiter vorantreiben. Wir haben eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Telekom auch in Zukunft im Wettbewerb um ihre Position als bester Netzanbieter in Deutschland bestehen kann.“
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