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Manifest V3

Google will Adblocker für Privatanwender abschalten

von - 31.05.2019
Adblocker
Foto: wsf-s / shutterstock.com
Google will seine Adblocker-API in Chrome durch eine neue Schnittstelle ersetzen und löst damit einen Proteststurm unter den App-Entwicklern aus. Die Funktionalität ihrer Software würde damit massiv eingeschränkt, argumentieren einige.
Google will an seinem Vorhaben, Werbe-Blocker in Chrome zu verbieten, weiter festhalten. Bereits im Januar dieses Jahres hatte das Unternehmen angekündigt, eine bestimmte Schnittstelle im Chrome-Browser zu überarbeiten, um den Datenschutz zu verbessern.
Die API ist jedoch auch essenziell für Adblocker von Drittanbietern. Durch die im sogenannten Manifest V3 angekündigten Änderungen würden die Blockade-Möglichkeiten jedoch weitestgehend eingeschränkt. Werbe-Blocker von Drittanbietern könnten damit massiv in ihrer Funktionalität eingeschränkt werden.
Nach Protesten von verschiedenen Entwicklern ruderte Google im Februar zunächst zurück und kündigte an, die Pläne um Manifest V3 nochmals überarbeiten zu wollen. Offenbar hat sich der Suchmaschinenprimus nun jedoch dazu entschieden, sein ursprüngliches Vorhaben durchzusetzen.
Konkret geht es im Manifest V3 um die Abschaltung der webRequest-API, die von den Adblockern bisher verwendet wird. Ersetzt werden soll die Schnittstelle durch declarativeNetRequest. Was hier nun zum Unmut der Entwickler führt, ist zum einen die Tatsache, dass sich die neue API grundlegend von webRequst unterscheidet und zum anderen auch wesentlich weniger Filterregeln erlaubt.

Google führt Datenschutz als Änderungsgrund auf

Warum Google diese Änderung nun vorantreibt, hat das Unternehmen nicht kommuniziert. Offiziell heißt es lediglich, dass damit der Datenschutz und die Sicherheit der Nutzer erhöht werden. Adblocker sind unter der Online-Werbebranche allerdings nicht sonderlich beliebt. Google generiert einen wesentlichen Anteil seiner Umsätze durch Werbeeinnahmen. Je weniger Anzeigen von Drittanbietern herausgefiltert werden können und dem Nutzer damit dennoch ausgespielt werden, desto besser für die Werbeindustrie und schlussendlich Google selbst.
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