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Die größten Fehlprognosen der Technikgeschichte

Hightech-Schwärmereien

von - 03.01.2019
Die meisten Fehlprognosen scheinen dem Negativismus zu fröhnen und die wahre Zukunft von Technologien zu verkennen. Es gibt aber auch das Umgekehrte: Leute, die das Potenzial gewisser Erfindungen und Entwicklungen komplett überschätzen.
Neben der Vorstellung von atomar betriebenen Staubsaugern, wie sie der US-amerikanische Haushaltsgerätehersteller Alex Lewyt 1955 formulierte, oder vom Raketen-getriebenen, transkontinentalen Transport von Paketen, wie er dem damaligen US-Post-Chef Arthur Summerfield vorschwebte, wurden auch die Möglichkeiten von Computertechnologien weitaus zu positiv gesehen.
Bestes Beispiel ist dabei die Prognose von Herbert Simon von der Carnegie Mellon University. Der als Vater der künstlichen Intelligenz geltende Forscher meinte in einem 1965 gehaltenen Vortrag: "Bis 1985 werden Maschinen in der Lage sein, alle Arbeiten zu verrichten, die der Mensch erledigen kann". Selbst wenn dies jemals möglich sein wird in Anbetracht der rasanten Entwicklung in der künstlichen Intelligenz und Robotik der letzten Zeit, hat sich Simon um einige Jahrzehnte verschätzt.
Immer wieder daneben liegen auch Experten, die davon schwärmen, dass die Menschheit geliebte analoge Speicherformen wie das Papier der Digitalisierung opfern werde. "Zur Jahrhundertwende werden wir in einer papierlosen Gesellschaft leben", formulierte 1986 General-Motors-Boss Roger Smith. Zu ihm gesellten sich die zahlreichen Apostel des papierlosen Büros, das bis zum heutigen Tag eine Utopie geblieben ist.
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