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TN, VA und IPS — Alles über Monitore

Seitenverhältnis, Auflösungen und Retina

von - 13.01.2014

Das Seitenverhältnis

Eines der auffälligsten Merkmale eines Monitors ist dessen Format. Die Bildfläche älterer Monitore ist überwiegend schmal, während neuere Monitor eine gedrungene, breite Bildfläche haben. Die Relation zwischen der Breite und der Höhe der Bildfläche wird Seitenverhältnis genannt.
4:3: Lange Zeit war 4:3 das gängige Seitenverhältnis. Zunehmend setzen sich die breiteren 16:9-Monitore durch
4:3: Lange Zeit war 4:3 das gängige Seitenverhältnis. Zunehmend setzen sich die breiteren 16:9-Monitore durch
Insgesamt gibt es vier gängige Seitenverhältnisse für Monitore: 4:3, 16:9, 16:10 und neuerdings 21:9. Bei der Angabe des Seitenverhältnisses wird immer erst die Breite und dann die Höhe genannt.
Lange Zeit war das Seitenverhältnis 4:3 bei Fernsehern und auch bei Computermonitoren das einzige verfügbare Format. Weil das menschliche Sehvermögen aber mehr auf Breite als auf Höhe ausgelegt ist, setzte sich vor allem im Kino mehr und mehr das 16:9-Format durch.
Bei Röhrenmonitoren war das 16:9-Format technisch bedingt nur mit vielen Kniffen umzusetzen. Entsprechende Monitore waren teuer und hatten eine sehr tiefe Bauform. Flachbildschirme lassen sich hingegen in praktisch jedem Format fertigen.
Mit der Verbreitung der Flachbildschirme als Monitor und als Fernseher griffen die Hersteller immer häufiger auf das 16:9-Format zurück. Sie passten die Bildfläche an das vorliegende Bildmaterial, also die Kinofilme, an. Aber nicht alle Breitbildmonitore haben das 16:9-Format. Bei einigen Modellen ist die Bildfläche geringfügig größer, das Seitenverhältnis beträgt in diesen Fällen 16:10.

Auflösungen

Ein auf dem Monitor gezeigtes Bild besteht aus vielen Hunderttausend Bildelementen, den Pixeln. Ein Pixel ist ein kleines Quadrat mit einer bestimmten Farbe. Diese Pixel nebeneinander und übereinander gestellt ergeben wie bei einem Mosaik das Gesamtbild. Die Anzahl der Pixel, die ein Monitor in seiner Breite und Höhe zeigen kann, wird Auflösung genannt.
Jeder Flachbildschirm hat eine native Auflösung, die exakt der Anzahl der Pixel des Monitorpanels entspricht. Ist ein Monitor etwa mit 1680 x 1050 Pixeln angegeben, dann hat er physikalisch in seinen 1050 Zeilen jeweils 1680 Pixel. Idealerweise sollte der Monitor dann immer mit einem Bild versorgt werden, das genau dieser Auflösung entspricht.
Google Chrome: Links im Bild ist Chrome in klassischer, rechts in Retina-Auflösung zu sehen. Rechts ist die Schrift feiner und klarer
Google Chrome: Links im Bild ist Chrome in klassischer, rechts in Retina-Auflösung zu sehen. Rechts ist die Schrift feiner und klarer
Bekommt ein LCD-Monitor eine kleinere Auflösung geliefert, dann verwendet er entweder eine kleinere Bildfläche oder er muss die fehlenden Pixel hinzurechnen, also interpolieren. Durch die Interpolation wird das Bild unscharf und unförmig.

Retina – sehr feine Auflösung

Wenn Sie bei einem Monitor sehr nah an die Bildfläche herangehen, dann sind die einzelnen Pixel des Monitors getrennt durch feine schwarze Linien zu sehen. Dann lässt sich etwa auch erkennen, dass schräge Linien und runde Formen eigentlich Stufen haben.
Bei einigen Panels sind die Pixel mittlerweile so klein und so dicht beieinander, dass ein Mensch mit normaler Sehkraft die einzelnen Pixel ohne Hilfsmittel nicht mehr erkennen lassen. Die Pixeldichte ist dann so hoch, dass Schrägen oder Rundungen scheinbar stufenfrei sind. Apple hat dafür den Begriff Retina-Display geprägt.
Wegen der sehr hohen Auflösung müssen Programme entsprechend an die Retina-Auflösung angepasst werden, ansonsten würden die Programmfenster viel zu klein dargestellt.
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