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Fritzbox-Protokolle entschlüsselt

MAC-Adresse, Internetverbindung und DSL-Synchronisierung

von - 14.10.2013

MAC-Adresse ist gesperrt

Ein weiterer Eintrag im Fritzbox-Protokoll besagt, dass eine WLAN-Anmeldung gescheitert ist. Der Grund dafür ist oft eine gesperrte MAC-Adresse.
In der Fritzbox 7270 unter „WLAN, Monitor“ und im Modell 7390 unter „WLAN, Funknetz“ lässt sich einstellen, dass nur bekannte WLAN-Geräte zugelassen werden. Alle anderen sind dann automatisch gesperrt.
MAC-Adresse ist gesperrt: Die Fritzbox lässt sich so einstellen, dass sie alle unbekannten Geräte automatisch blockiert
MAC-Adresse ist gesperrt: Die Fritzbox lässt sich so einstellen, dass sie alle unbekannten Geräte automatisch blockiert
Identifizieren lässt sich ein WLAN-Gerät über die weltweit eindeutige MAC-Adresse. Sie ist 6 Byte lang und wird üblicherweise in sechs zweistelligen hexadezimalen Zahlen angegeben, etwa 7C-61-93-C4-6E-53. Rein rechnerisch stehen für jeden Erdenbürger rund 40.000 MAC-Adressen zur Verfügung.
Die ersten drei Zahlen verraten den Hersteller des Geräts oder der WLAN-Komponente in diesem Gerät. Um den Hersteller zu entschlüsseln, rufen Sie die Webseite //standards.ieee.org/develop/regauth/oui/public.html:http://standards.ieee.org auf. Wenn Sie dort in das Suchfeld 7C-61-93 eingeben, dann erfahren Sie, dass diese MAC-Adresse HTC gehört und es sich bei dem Gerät höchstwahrscheinlich um ein Smartphone handelt.
Im Fall der fehlgeschlagenen Verbindung hat also ein nicht bekanntes Gerät versucht, eine WLAN-Verbindung aufzubauen. Vielleicht war es das Smartphone Ihres Nachbarn. Indem Sie anhand der MAC-Adresse den Hersteller ermitteln, lässt sich der Kreis der Verdächtigen deutlich verkleinern.

Internetverbindung wurde getrennt

Normalerweise haben Sie im Protokoll einmal pro Tag den Eintrag, dass die Internetverbindung kurz unterbrochen wird, um der Zwangstrennung durch den Anbieter zuvorzukommen. Hintergrund ist, dass fast alle DSL-Provider die Internetverbindung nach 24 Stunden trennen. Dabei erhalten Sie übrigens auch eine neue IP-Adresse.
Internetverbindung wurde getrennt: Mit der automatischen Trennung in der Nacht vermeiden Sie die Zwangstrennung durch den Provider
Internetverbindung wurde getrennt: Mit der automatischen Trennung in der Nacht vermeiden Sie die Zwangstrennung durch den Provider
Damit nun diese Zwangsunterbrechung nicht zu einer Zeit passiert, in der Sie normalerweise im Internet surfen, trennt die Fritzbox die Verbindung in der Nacht und stellt sie danach sofort wieder her. Die Trennung erfolgt innerhalb der festgelegten Zeitspanne jede Nacht eine Minute früher.
Diese Zeitspanne können Sie unter „Internet, Zugangsdaten“ festlegen, zum Beispiel auf „3-4 Uhr“. Bei der Fritzbox 7390 finden Sie dort die Einstellung nach einem Klick auf „Verbindungseinstellungen ändern“.

DSL-Synchronisierung

Wenn die DSL-Verbindung unterbrochen wird, dann sehen Sie im Protokoll vier Einträge. Der erste besagt, dass DSL nicht antwortet, also die Synchronisierung verloren ging. Daraus resultiert die zweite Meldung: „Internetverbindung wurde getrennt“. Es folgt „DSL-Synchronisierung beginnt (Training)“. Schließlich ist DSL wieder verfügbar. Im Protokoll sehen Sie zudem die ausgehandelten Geschwindigkeiten.
DSL-Synchronisierung: Nachdem eine Verbindung unterbrochen wurde, muss DSL zunächst wieder synchronisiert werden
DSL-Synchronisierung: Nachdem eine Verbindung unterbrochen wurde, muss DSL zunächst wieder synchronisiert werden
Das steckt dahinter: Das Gegenstück zum DSL-Modem ist der DSLAM. Das steht für Digital Subscriber Line Access Multiplexer. Er legt im Training fest, welche Frequenzen für die DSL-Übertragung genutzt werden können. Die Frequenzen, bei denen fehlerhafte Pakete ankommen, werden als unbrauchbar markiert.
Das Training ist wichtig, um einen guten DSL-Anschluss zu gewährleisten. Der DSLAM legt zudem fest, mit welchen Geschwindigkeiten der DSL-Anschluss im Up- und Downstream synchronisiert wird.
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