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Fritzbox-Protokolle entschlüsselt

DSL-Informationen und RADAR

von - 14.10.2013

DSL-Detailinformation

Im Abschnitt „DSL Detailinformation“ erhalten Sie alle möglichen Angaben zu Ihrer DSL-Verbindung.
Die relevanteste Kennzahl ist die aktuelle Datenrate. Sie ist unterteilt in Empfangsrichtung und Senderichtung. Wenn Sie DSL 16.000 gebucht haben und im Protokoll steht 14.871 KBit/s in der Empfangsrichtung, dann brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Mit Ihrem DSL ist alles in Ordnung. Wenn der Wert hingegen unter 10.000 liegt, dann haben Sie einen Grund, sich bei Ihrem DSL-Anbieter zu beschweren.
Fritzbox: Die Fritzbox-Protokolle enthalten ein Diagramm. Es zeigt für den festgelegten Zeitraum – im Beispiel eine Woche – die Datenraten und weitere Detailinformationen zu Up- und Downloads an
Fritzbox: Die Fritzbox-Protokolle enthalten ein Diagramm. Es zeigt für den festgelegten Zeitraum – im Beispiel eine Woche – die Datenraten und weitere Detailinformationen zu Up- und Downloads an
Die Senderichtung hat bei DSL 16.000 meist eine Datenrate von rund 1000 KBit/s.
Eine wichtige Angabe zur Qualität Ihrer DSL-Leitung ist die Leitungsdämpfung. Sie wird in der Einheit Dezibel angegeben, abgekürzt dB. Je größer die Dämpfung, desto niedriger ist die Signalstärke und damit die Übertragungsgeschwindigkeit.
Die Dämpfung entsteht dadurch, dass die Energie eines elektrischen Signals abnimmt, je länger die Leitung ist. Auch der Durchmesser des Kabels spielt dabei eine Rolle. Hier gilt: Je dicker die Leitung, desto geringer ist die Dämpfung.
Die Leitungsdämpfung beträgt bei der für DSL typischen Frequenz von 300 kHz zwischen 5 und 14 dB pro Kilometer. Bei DSL 16.000 und schneller sollte die im Protokoll ausgewiesene Leitungsdämpfung weniger als 18 dB betragen, um eine ordentliche DSL-Qualität zu gewährleisten. Sehr gut sind Werte zwischen 5 und 10 dB.
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Geschwindigkeiten: Die Tabelle zeigt die derzeit verfügbaren Geschwindigkeiten der DSL-Standards im Vergleich zu anderen Internetzugangstechniken. Die Technik ADSL findet derzeit kaum noch Verwendung. Aktuelle Anschlüsse werden mit ADSL2+ geschaltet.
Frequenzen: Die Frequenzen auf der Telefonleitung teilen sich in drei Bereiche auf: die Telefonie, den Internet-Download und den Upload. Bei ADSL2+ gibt es einen fest definierten Frequenzbereich für den Download und einen für den Upload. VDSL ist flexible
DSLAM: Der DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer) ist das Gegenstück zum DSL-Modem zu Hause. Bei ADSL2+ dürfen Sie bis zu 4,6 km vom DSLAM weg sein, bei VDSL2 nur 850 Meter. Deshalb braucht man für VDSL2 gesonderte Outdoor-DSLAMs.
Leitungsdämpfung: ADSL2+ kann zwar 16 MBit/s, was aber tatsächlich bei Ihnen zu Hause ankommt, hängt davon ab, wie weit Sie von der Vermittlungsstelle entfernt sind. Der Grund ist die Leitungsdämpfung: Jeder Meter des Kupferkabels schluckt einen Teil der

Profi-Wissen :

DSL — Digital Subscriber Line

>>
Unter der Leitungsdämpfung finden Sie die Störabstandsmarge. Sie ist das Maß für die Qualität eines Signals, das von einem Rauschsignal überlagert ist. Je höher dieser Wert, desto besser. Meist sind es zwischen 6 und 10 dB.
Darunter finden Sie die DSL-Version und die Vermittlungsstelle, genauer gesagt den Chipsatz der Vermittlungsstelle. Hier steht etwa Broadcom oder Infineon. Die DSL-Version wiederum gibt die Versionsnummer des DSL-Treibers der Fritzbox an. Die aktuelle Version ist 1.68.22.14.

RADAR wurde erkannt

Wenn Ihnen die Fritzbox mitteilt, dass auf Ihrem Kanal „RADAR“ erkannt und wegen eines bevorrechtigten Nutzers ein automatischer Kanalwechsel durchgeführt wurde, dann ist wahrscheinlich ein Flugzeug oder ein Hubschrauber über Sie hinweggeflogen.
RADAR wurde erkannt: Dieser Protokolleintrag verrät, dass ein Flugzeug in der Nähe war und den Funk Ihrer Fritzbox gestört hat
RADAR wurde erkannt: Dieser Protokolleintrag verrät, dass ein Flugzeug in der Nähe war und den Funk Ihrer Fritzbox gestört hat
Betroffen ist das 5-GHz-Frequenzband, nicht aber das 2,4-GHz-Band. Da das Radar von Flugzeugen das 5-GHz-Frequenzband nutzt, kann es hier zu Störungen kommen. Neuere Modelle der Fritzbox erkennen dies und ändern automatisch den Kanal, um eine störungsfreie Verbindung zu gewährleisten. Ähnliches kann Ihnen mit Babyfonen, Wetterradar oder Mikrowellengeräten passieren.
Wenn Sie den Kanal 40 benutzen, dann sind Sie angeblich vom Radar nicht betroffen. Die Technik des automatischen Kanalwechsels heißt Dynamic Frequency Selection (DFS). In Deutschland muss DFS auf den Kanälen 52 bis 64 und 100 bis 140 aktiv sein.
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