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Lösungsansatz mit Toppriorität

Endlich agil dank DevOps

von - 02.05.2016
DevOps
Foto: Imagentle / Shutterstock.com
com! professional sprach mit Andreas Gerst, CTO und Vice President Sales bei CA Technologies, über die Notwendigkeiten der digitalen Transformation.
Andreas Gerst ist CTO und Vice President Sales bei dem Enterprise-Software-Konzern CA Technologies in München. Im Gespräch mit com! professional erklärt er, warum er sich sicher ist, dass die Verschmelzung von Development und Operations, kurz DevOps, die einzige Chance ist, im disruptiven Wettbewerb zu bestehen.
com! professional: Momentan gibt es in Deutschland einen ansteigenden Hype zu einem eigentlich gar nicht mehr so neuen Thema: DevOps. Worum geht’s dabei?
Andreas Gerst
Andreas Gerst, CTO und Vice President Sales des Enterprise-Software-Konzerns CA Technologies, Deutschland.
(Quelle: ca )
Andreas Gerst: DevOps ist aus meiner Sicht eine Methode, Entwicklung und Operations so zu verbinden, dass die gesamten Durchlaufzeiten von neuen oder veränderten Applikationen extrem verkürzt werden, und zwar vom Anfang der Entwicklung bis in den Betrieb. Dabei bleibt eine hohe Qualität gewährleistet. DevOps löst somit entscheidende Pro­blemstellungen: Wie kann ich ein Feature schnell umsetzen? Wie kann ich einen Bug schnell fixen – mitsamt den notwendigen Tests? Das Ziel selbst ist nicht neu. Mit DevOps wird jetzt aber ein Ansatz gefahren, der Technologie und Organisation kombiniert.
com! professional: Stichwort verkürzte Entwicklung: Bedeutet das im Endeffekt, dass DevOps eine Notwendigkeit der digitalen Transformation ist?
Gerst: Genau. Man sieht es ja überall: Die Business-Modelle richten sich immer mehr auf das Digitale aus. Es ist also viel wahrscheinlicher, dass ein Kunde mit einem Unternehmen über einen digitalen Kanal interagiert als über einen Menschen in einer Filiale. Das heißt, die digitalen Kanäle werden immer wichtiger. Das gilt für jedes Business, egal ob es jetzt Automotive, Telco oder eine andere Branche ist. Und deshalb wird es umso wichtiger, über diese digitalen Kanäle auch schnell vernünftige Funktionen auszurollen – in einer guten Qualität und in einer guten Response-Zeit. Und das bedingt wiederum, dass man im gesamten Entwicklungsprozess schneller werden muss.
com! professional: Gibt es andere Definitionen von DevOps? Es scheint hier Interpretationsspielraum zu geben.
Gerst: Wenn man den gesamten Prozess in die drei Blöcke Entwicklung, Testing und Operations unterteilt, dann wird heute verstärkt nur über den ersten Teil, also das Development, gesprochen. Wir wollen aber unbedingt auch den Operations-Teil abdecken, den wir als Marketing-Begriff Agile Operations nennen. Da geht‘s darum, wie Operations noch viel intensiver in den End-to-End-Prozess eingebunden werden kann und wie sich Performance-, Fehler- und Monitoring-Daten dazu nutzen lassen, um automatisiert im Entwicklungsprozess besser zu werden.
Es gibt sicherlich noch weitere Definitionen von DevOps. Entscheidend ist, dass DevOps keine Technologie ist. Es gibt viele Werkzeuge, die den Prozess technologisch überhaupt erst ermöglichen und verbessern. Letztendlich ist es aber eine Kombination aus Maßnahmen, die ein Unternehmen für sich ergreift. So muss es erkennen, dass es DevOps benötigt, feststellen, ob es DevOps will, umbauen, um DevOps organisatorisch zu verankern, und dann Technologie einsetzen, um den gesamten Prozess zu automatisieren. Denn ohne Automatisierung geht es nicht.
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