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Frist läuft ab

Windows 10 ist noch 100 Tage gratis erhältlich

von - 19.04.2016
Windows-Taste
Foto: charnsitr / Shutterstock.com
Microsoft macht Dampf mit Windows 10 - in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit. Noch 100 Tage will der Konzern privaten Nutzern das System kostenlos als Upgrade bieten. Doch was wird nach dem Countdown kommen?
Die Zeit läuft: Ab dem 20. April wird Microsofts Betriebssystem Windows 10 privaten Nutzern nur noch 100 Tage als kostenloses Upgrade zur Verfügung stehen. Den Stichtag nimmt das Unternehmen in dieser Woche zum Anlass für weitere Erfolgsmeldungen: Noch nie habe sich ein neues Betriebssystem von Microsoft so schnell verbreitet wie Windows 10, verkündete der Konzern.
Windows 10 Desktop
Microsoft Windows 10: Nicht mehr lange als Gratis-Update zu haben.
Auch in Unternehmen in Deutschland werde das System, das seit neun Monaten im Markt ist, aktiv nachgefragt. Und auf die kommt es im Upgrade-Geschäft an: Während private Nutzer den Umstieg auf das neue System kostenlos vornehmen können, kurbeln die Unternehmenskunden dabei auch die Umsätze an. Doch von einem glänzenden wirtschaftlichen Erfolg ist Windows 10 ein gutes Stück entfernt.
Das hat vor allem mit den schwierigen Rahmenbedingungen zu tun: Nach wie vor schwächelt der gesamte PC-Markt weltweit. Im ersten Quartal gingen die Absätze nach Berechnungen von Marktforschern erneut um rund 10 Prozent zurück. Auch Highlights wie der neue Microsoft-Computer Surface Book haben vorerst nichts daran ändern können, dass Nutzer ihre Geräte nicht mehr im gewohnten Takt erneuern, sondern statt dessen lieber nach neuen Smartphones greifen.
Vor allem Unternehmen würden aktuell weniger Geld für IT-Ausrüstung ausgeben und auf bessere Konditionen für einen Umstieg auf Windows 10 warten, sagte Gartner-Analyst John-David Lovelock dem Wall Street Journal. Und wichtige, sich entwickelnde Märkte wie Lateinamerika stünden derzeit politisch wie ökonomisch unter großem Druck. Gartner fuhr deshalb zuletzt seine Prognosen für Windows wieder zurück. Die Welt habe sich geändert, sagte Lovelock.
Zuletzt war das Geschäft mit Windows insgesamt um 8 Prozent auf rund 4,9 Milliarden Dollar zurückgegangen. Für dieses Jahr prognostiziert Gartner einen Umsatzrückgang von 7,5 Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar. Das reflektiere durchaus auch einen schwächeren Verkauf von Windows 10 in diesem Jahr als angenommen, sagte Lovelock. Erst 2017 dürfte das System einen merkbaren Impuls auf das PC-Geschäft haben wird.
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