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Bis zu 45 Millionen US-Dollar

Uber soll Nachzahlung in Millionenhöhe leisten

von - 26.05.2017
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Foto: Uber
Saftige Nachzahlung: Der Fahrdienstvermittler Uber muss seinen Fahrern aus New York im Schnitt 900 US-Dollar pro Kopf nachzahlen. Denn Uber holte sich seinen Anteil von rund 25 Prozent nicht nach Abzug aller Steuern, sondern vom Bruttoerlös.
Uber hat zweieinhalb Jahre lang den Anteil seiner New Yorker Fahrer am Fahrpreis falsch berechnet und muss jetzt Millionen nachzahlen. Der Fahrdienstvermittler holte sich seinen Anteil von rund 25 Prozent nicht wie vereinbart nach Abzug aller Steuern, sondern vom Bruttoerlös, wie das Unternehmen am späten Dienstag einräumte. Pro Fahrer werden im Schnitt 900 US-Dollar fällig, erklärte die für Nordamerika zuständige Managerin Rachel Holt dem "Wall Street Journal" und dem Finanzdienst Bloomberg.
Uber nennt zwar keinen Gesamtbetrag. Aber da eine Vereinigung unabhängiger Fahrer davon ausgeht, dass in New York rund 50.000 Menschen für Uber Fahrgäste befördern, könnte die Rechnung 45 Millionen US-Dollar erreichen. Einen ähnlichen Fehler räumte Uber kürzlich auch in Philadelphia ein und musste mehrere Millionen US-Dollar nachzahlen. Das Problem wurde dem Unternehmen zufolge beim Erstellen einer detaillierteren Abrechnung für Fahrer entdeckt.

Ständig in den Schlagzeilen

Uber tappt gerade aus einer Negativ-Schlagzeile zur nächsten. Bereits im Januar sagte die Firma zu, an Fahrer 20 Millionen US-Dollar auszuschütten, nachdem die Handelsbehörde FTC Uber vorwarf, die Verdienstaussichten übertrieben zu haben. Nach Vorwürfen einer Software-Entwicklerin prüft das Unternehmen tiefgreifend Fälle von Diskriminierung und Sexismus. Mitgründer und Chef Travis Kalanick musste versprechen, erwachsener zu agieren, nachdem das Video seiner hitzigen Diskussion mit einem Uber-Fahrer veröffentlicht wurde.
Vor einigen Tagen machte Uber allerdings nicht mit Negativ-Schlagzeilen auf sich aufmerksam, sondern durch seinen Einstieg in das Frachtgeschäft. Nach einer monatelangen Testphase in den USA können nun über eine neue Uber-App Frachtaufträge an Lastwagenfahrer vermittelt werden.
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