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Fraunhofer FIT

Erste Ergebnisse der Home-Office-Studie

von - 12.05.2020
Frau vor Laptop im Homeoffice
Foto: www.fit.fraunhofer.de
Am 1. April 2020 startete das Fraunhofer FIT eine Homeoffice-Umfrage. Nun liegt die Auswertung der ersten Woche der Erhebung vor. Demnach beklagen vor allem Frauen Produktivitätseinbußen im Homeoffice.
Demnach sind 79 Prozent der Frauen und 85 Prozent der Männer zufrieden im Homeoffice. Allerdings empfinden 34 Prozent der Frauen Produktivitätseinbußen im Homeoffice, gegenüber nur 20 Prozent der Männer. Von Bedeutung ist hier das familiäre Umfeld. Befinden sich Kinder unter 12 Jahren im Haushalt, empfinden 37 Prozent ihre Produktivität als geringer, wohingegen dies bei nur 23 Prozent ohne Kinder unter 12 Jahren der Fall ist.
Die Auswertung betrachtet die erste Erhebungswoche (1. bis 7. April 2020) mit knapp 500 ausgewerteten Fragebogen. Die Teilnehmenden sind überwiegend in den Branchen Forschung und Entwicklung (48 Prozent) sowie IT, Telekommunikation und Medien (27 Prozent) tätig. Weitere Branchen: Dienstleistungsbranche 6 Prozent; Produzierendes / Verarbeitendes Gewerbe 4 Prozent; Finanzen und Versicherung 4 Prozent; Erziehung und Unterricht 4 Prozent. Insgesamt ergibt sich folgendes Bild:
1. Eine als erfolgreich empfundene Leistungserbringung ist für die Zufriedenheit im Homeoffice ausschlaggebender als die soziale Nähe zu den Kolleginnen und Kollegen. Über 80 Prozent der Befragten - 79 Prozent der Frauen und 85 Prozent der Männer - sind zufrieden im Homeoffice, obwohl sozialer und professioneller Austausch, Unterstützung sowie Verbundenheit im Team als eher schlecht bewertet werden. Hierbei zeigt sich, dass die reibungslose aufgabenbezogene Kommunikation einen stärkeren Zusammenhang mit der Zufriedenheit aufweist, als die informelle Kollegenkommunikation und das Gefühl von Teamgeist

Technische und arbeitsorganisatorische Faktoren

"Allgemein werden technische und arbeitsorganisatorische Faktoren als einflussreicher für eine reibungslose Arbeit im Homeoffice betrachtet als menschliche Faktoren, wie etwa die mangelnde Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben und der fehlende spontane Kollegenaustausch. Allerdings zeigt sich, dass gerade diese Faktoren negativ mit der Zufriedenheit in Zusammenhang stehen", so Professor Wolfgang Prinz, stellv. Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT.
2. Zufriedenheit im Homeoffice: Ein besonders deutlicher Zusammenhang zeigt sich mit der Aufrechterhaltung täglicher Arbeitsroutinen, sowohl individuell als auch im Team sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
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