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Rescatux Live-CD-Rettungssystem im Test

Alles reparieren und Passwörter zurücksetzen

von - 12.02.2016
Nach dem Booten begrüßt den Anwender ein simpler LXDE-Desktop und es startet das Programm Rescapp mit einer Übersicht der Rettungswerkzeuge. Die Programme sind in mehrere Rubriken unterteilt. Im Bereich „Support“ finden sich ein Browser und Tools zum Auslesen und Teilen von Logfiles sowie eine kurze Dokumentation von Rescapp.
Der Schwerpunkt von Rescatux liegt in der Wiederherstellung von Bootloadern, die defekt sind oder auf der falschen Partition installiert wurden. Ebenfalls nicht selten ist der Fall, dass Windows den Linux-Bootloader überschreibt oder umgekehrt. Das Programm kann mit GRUB, GRUB2 und MBR umgehen. Beispielsweise lässt sich mit „Restore Windows MBR“ ein defekter Windows-Bootloader reparieren.
Interessant ist der Bereich zum Zurücksetzen von Passwörtern. So kann man etwa das Passwort eines Windows-Benutzers zurücksetzen. Auch kann man einen Benutzer zum Admin erklären oder ein gesperrtes Benutzerkonto entsperren. All dies gelang im Test problemlos, allerdings sind einige Funktionen wie das Zurücksetzen von Passwörtern unter Windows 8, 8.1 und 10 nicht möglich. Unter Linux waren hingegen keine Einschränkungen zu beobachten.
Zur Arbeit an Partitionen ist das verbreitete GParted mit an Bord, und versehentlich gelöschte Daten lassen sich mit Photorec wiederherstellen. Auch zur Reparatur von Dateisystemen und zum Entfernen von Betriebssystemen sind passende Programme enthalten.
Obwohl einige Funktionen nur bis Windows 7 zur Verfügung stehen, ist Rescatux eine nützliche Werkzeugsammlung, die als bootfähiger USB-Stick in jede Admin-Hosentasche gehört. Die Unterstützung für UEFI und GPT soll ausgebaut werden.

Testergebnis

Note
2,5
Umfang: Viele Werkzeuge zur Systemreparatur
Bedienung: Assistenten machen die Bedienung sehr einfach
Medien: Lässt sich auch bootfähig auf einem USB-Stick installieren
+
Kompatibilität: Einige Funktionen nur für Windows 7 und älter
-
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