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Alles über RAM-Module

RAM-Speicherarten und Taktraten

von - 17.04.2013
Welche Speicherart sich in einem PC nutzen lässt, gibt das Mainboard vor. Seine technischen Eigenschaften bestimmen, welchen DDR-Arbeitsspeicher Sie einsetzen dürfen.

Welche Speicherarten gibt es?

Arbeitsspeicher: So ist ein Modul aufgebaut. Ein Arbeitsspeichermodul besteht aus mehreren Komponenten und hat einige wichtige Merkmale.
Arbeitsspeicher: So ist ein Modul aufgebaut. Ein Arbeitsspeichermodul besteht aus mehreren Komponenten und hat einige wichtige Merkmale.
Die offizielle Bezeichnung für Arbeitsspeicher in aktuellen Computern ist DDR-SDRAM. DDR steht für Double Data Rate. Gemeint ist damit, dass die Datenrate im Vergleich zum einfachen SDRAM verdoppelt wurde.
SDRAM ist seit Ende der 1990er-Jahre der Standard für Arbeitsspeicher in PCs und steht für Synchronous Dynamic Random Access Memory. Synchron meint in diesem Fall, dass der Takt des Arbeitsspeichers dem Takt des Mainboards entspricht.

Sind die Speicherbausteine kompatibel?

DDR-SDRAM gibt es in drei Kategorien: DDR, DDR2, DDR3. Sie unterscheiden sich in der Bauform, der Anzahl der Kontaktstellen, beim Strombedarf und in den möglichen Taktraten. Sie sind also zueinander nicht kompatibel.
Mainboard-Speicherbänke: Arbeitsspeichermodule werden in die Speicherbänke eines Mainboards eingesetzt. Dazu muss vor allem die Kerbe an der richtigen Stelle sitzen.
Mainboard-Speicherbänke: Arbeitsspeichermodule werden in die Speicherbänke eines Mainboards eingesetzt. Dazu muss vor allem die Kerbe an der richtigen Stelle sitzen.
So haben alle DDR-SDRAM-Module zum Beispiel eine Kerbe in der Kontaktleiste. Diese Kerbe ist je nach Kategorie an einer anderen Stelle platziert. Bei DDR3-Modulen sitzt die Kerbe links von der Mitte, bei DDR2 fast exakt mittig und bei DDR leicht rechts von der Mitte.
Auch die Anzahl der Kontaktstellen variiert. So hat ein DDR-SDRAM-Modul 184 Kontaktstellen, DDR2- und DDR3-SDRAM-Module haben hingegen 240 Kontaktstellen.

Wie schnell wird RAM getaktet?

DDR-Arbeitsspeicher wird mit unterschiedlichen Taktraten betrieben. Je höher der Takt ist, desto höher ist die Datenrate des Arbeitsspeichers. Der Takt ist somit ein eindeutiges Merkmal für die Leistungsfähigkeit von Arbeitsspeicher. Die Taktrate ist dabei aber nicht beliebig, sondern in festen Stufen definiert.
Für DDR3-Speicher sind Taktraten von 800, 1066, 1333, 1600, 1866 und 2133 MHz üblich. DDR2-Speicher taktet mit Taktraten zwischen 400 und 1066 MHz. DDR-Speicher liegt mit Taktraten von 200 bis 400 MHz deutlich darunter.
Mit welcher Taktrate der Arbeitsspeicher in Ihrem Rechner betrieben werden kann, hängt von drei Faktoren ab: dem Mainboard, dem Prozessor und dem Arbeitsspeicher.

Das Mainboard gibt den Takt vor

Steckplatzbelegung: Die Arbeitsspeicher-Steckplätze zeigt das kostenlose Tool PC Wizard an. „Leer“ kennzeichnet nicht belegte Steckplätze, die anderen sind belegt.
Steckplatzbelegung: Die Arbeitsspeicher-Steckplätze zeigt das kostenlose Tool PC Wizard an. „Leer“ kennzeichnet nicht belegte Steckplätze, die anderen sind belegt.
Das Mainboard limitiert nicht nur, welche Kategorie DDR-Arbeitsspeicher Sie einsetzen dürfen, sondern es begrenzt außerdem die maximale Taktrate, die Anzahl der Speichermodule und die Gesamtkapazität des Arbeitsspeichers.
Ebenfalls wichtig ist der Speicherkontroller. Er regelt die Kommunikation zwischen CPU und RAM. Früher war der Speicherkontroller noch auf dem Mainboard untergebracht. Mittlerweile integrieren ihn sowohl AMD als auch Intel direkt in den Prozessor.
Der Speicherkontroller ist nicht auf eine Kategorie DDR-Arbeitsspeicher begrenzt, sodass manche Prozessoren sowohl mit DDR2- als auch mit DDR3-Speicher umgehen können. Ein Speicherkontroller ist aber dennoch auf bestimmte Taktraten ausgelegt.

Welcher Speicher passt hinein?

So geht’s: PC Wizard sammelt alle wichtigen Systeminformationen und nennt Ihnen auch Art und Menge des eingesetzten Arbeitsspeichers.
So geht’s: PC Wizard sammelt alle wichtigen Systeminformationen und nennt Ihnen auch Art und Menge des eingesetzten Arbeitsspeichers.
Wie viele Arbeitsspeichermodule Sie in Ihren Rechner einsetzen können, wie viele bereits eingebaut sind, welche Kategorie DDR-Speicher Sie benutzen können, wie hoch der maximal mögliche Takt ist und wie viel Gigabyte Arbeitsspeicher Ihr Rechner verträgt – das erfahren Sie an verschiedenen Stellen.
Viele Informationen liefert Ihnen das kostenlose Programm PC Wizard. Starten Sie PC Wizard und wählen Sie links unter „Hardware“ den Punkt „Mainboard“ aus. Klicken Sie danach rechts in der Liste auf „Physikalischer Speicher“. Unter „Allgemeine Informationen“ stehen die freien und belegten Speicherbänke.
Danach folgen Details zu den eingesetzten Modulen, etwa zu Kapazität, Typ und Timings. Ganz am Ende finden Sie noch Informationen über den Speicherkontroller.
Die maximale Taktrate, die vom Mainboard unterstützt wird, steht hingegen im Handbuch des Mainboards oder auf der Webseite des Herstellers. Auch die maximale vom Prozessor unterstützte Taktrate erfahren Sie auf der Webseite des Prozessorherstellers unter www.intel.de oder www.amd.de.
Die Mainboard- und Prozessorbezeichnung nennt Ihnen wiederum das Tool PC Wizard unter „Mainboard“ und „Prozessor“.

Nutzt Windows mehr als 4 GByte?

Systemtyp: Wenn Sie mehr als 4 GByte Arbeitsspeicher verwenden möchten, dann brauchen Sie – wie hier – ein 64-Bit-System.
Systemtyp: Wenn Sie mehr als 4 GByte Arbeitsspeicher verwenden möchten, dann brauchen Sie – wie hier –
ein 64-Bit-System.
Wenn Ihr Prozessor und Ihr Mainboard mehr als 4 GByte RAM akzeptieren, dann muss nur noch Ihr Windows mitspielen.
Windows kann nämlich nur dann mehr als 4 GByte Arbeitsspeicher nutzen, wenn Sie eine 64-Bit-Version des Betriebssystems installiert haben. Ob das der Fall ist, zeigt Ihnen Windows selbst an.
Drücken Sie die Tastenkombination [Windows Pause]. Rechts unter „System“ muss in der Zeile „Systemtyp“ die Angabe „64 Bit-Betriebssystem“ stehen. Dann nutzt Windows auch mehr als 4 GByte RAM.
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