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Alles über Akkus — Li-Ion, NiMH & NiCd

Akkukapazität, Lagerung und LSD-NiMH-Akkus

von - 12.07.2012
Die Kapazität eines Akkus gibt an, wie viel elektrische Ladung der Akku speichern kann. Sie wird meist in der Einheit Milliampere-Stunden (mAh) oder als Energiekapazität in Watt-Stunden (Wh) angegeben und ist auf dem Akku aufgedruckt. Andere Begriffe für die Kapazität sind Ladungsträgerkapazität oder Nennladung.
Die Kapazität eines Akkus bestimmt die verfügbare Ladungsmenge über einen bestimmten Zeitraum und ist das Maß für die maximale Akkulaufzeit.
Daraus ergibt sich: Je höher die Kapazität, umso länger ist die Betriebszeit eines Notebooks oder Smartphones. Typische Akkukapazitäten bei Notebooks sind 50 bis 80 Watt-Stunden.

Lagerung

Lithium-Ionen-Akku: Dieser Akkutyp wird meist in Digitalkameras, Mobiltelefonen oder Notebooks verwendet
Auch wenn ein Akku im geladenen Zustand längere Zeit unbenutzt bleibt, ist der chemische Prozess innerhalb des Akkus weiterhin aktiv — der Akku verliert dadurch Energie.
Diese sogenannte Selbstentladung ist der Grund, weshalb ein Akku über Wochen oder Monate auch ohne Nutzung einen Teil seiner Kapazität verliert. Wie schnell sich ein Akku selbst entlädt, ist erstens von der Umgebungstemperatur abhängig und zweitens vom Ladezustand.
Als optimale Lagertemperatur für Akkus hat sich ein Temperaturbereich von null bis 25 Grad Celsius erwiesen. In diesem Bereich verliert ein Li-Ion-Akku pro Monat rund 1 bis 2 Prozent seiner Ladung.
Aber auch der Ladezustand des Akkus spielt bei der Selbstentladung eine große Rolle. So ist die Selbstentladung eines voll geladenen Akkus bei optimaler Lagertemperatur ungefähr doppelt so hoch wie bei einem Akku, der nicht voll geladen ist. In Tests erwies sich, dass sich Akkus mit einem Ladezustand von 40 bis 50 Prozent am wenigsten entladen.
In eine Plastiktüte eingewickelt, lagern Sie Ihre Akkus optimal im Kühlschrank. Um eine Tiefentladung zu vermeiden, sollten Sie die Akkus alle sechs bis zwölf Monate wieder auf 40 bis 50 Prozent aufladen.

LSD-NiMH-Akkus

Seit Ende 2005 gibt es spezielle NiMH-Akkus mit geringer Selbstentladung — LSD-NiMH-Akkus. Dieser Akkutyp wurde erstmals vom Batteriehersteller Sanyo unter dem Namen Eneloop auf den Markt gebracht.
Durch Modifikationen der Anode und Kathode mit speziellen Legierungen, einem neuen Separator und einem optimierten Elektrolyt wird dem Zerfall der Elektroden entgegengewirkt. Die Selbstentladung der Akkuzellen wird so gedrosselt.
Bei Eneloop-Akkus reduziert sich die Selbstentladung im Durchschnitt auf nur noch 1 bis 2 Prozent pro Monat. Diese Technik wirkt sich jedoch nachteilig auf die Kapazität des Akkus aus. So sinkt die maximale Kapazität bei LSD-NiMH-Akkus um 500 mAh auf 2500 mAh.
Mittlerweile gibt es diesen Akkutyp auch von anderen Herstellern wie Panasonic, Duracell oder Varta.
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