Made in Germany
Bieten deutsche Clouds wirklich mehr Schutz?
von
Harald
Töpfer - 07.04.2015

Foto: iStockphoto / P2007
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Der Cloud-Markt Deutschland soll vielen Voraussagen zufolge weiter rasant wachsen. Laut einer aktuellen Prognose des Marktforschungsunternehmen Experton wird sich der Umsatz mit Cloud-Lösungen 2015 auf 8,8 Milliarden Euro belaufen, das wären 39 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Und zumindest bis 2018 soll es in ähnlichem Tempo weitergehen. Der deutsche Cloud-Markt wäre dann fast 20 Milliarden Euro schwer.

Trotz NSA-Skandal und Sicherheitsbedenken: Der deutsche Cloud-Markt wächst.
Cloud-Boom in Deutschland
Diese Zahlen reflektieren den enormen Boom in der Cloud-Branche. Vor allem amerikanische Unternehmen investieren in Deutschland kräftig, darunter Amazon Web Services, VMware, Oracle und Salesforce. Sie haben zahlreiche Rechenzentren eröffnet oder planen dies zumindest. „Amerikanische Anbieter versuchen mit Rechenzentren in Deutschland ihren Kunden Datenschutz nach deutschen Gesetzen zu suggerieren“, sagt Andreas Gauger, Geschäftsführer des deutschen Hosters Profit Bricks.
Tatsächlich tragen die US-Anbieter mit ihrem lokalen Engagement vor allem der Wachstumsbremse Nummer eins im deutschen Cloud-Markt Rechnung: der mangelnden Akzeptanz bei den Unternehmen. Seit dem NSA-Skandal ist das Vertrauen in Cloud-Angebote massiv gesunken, wie der Cloud Monitor 2014 deutlich zeigt, den Bitkom Research im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG erstellt hat. Danach haben 61 Prozent der über 400 Befragten seit der Bespitzelungsaffäre weniger Vertrauen in ihre Cloud-Anbieter, 49 Prozent sagen, dass die NSA-Enthüllungen ihre Einstellung zum Public-Cloud-Computing negativ beeinflusst haben, und 25 Prozent befürworten eine nationale Cloud, auch wenn dies mit Mehrkosten verbunden wäre.