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IT-Fusion bei Unitymedia und Kabel BW

Die Umsetzung der Meilensteine und Cutover

von - 14.06.2015
Ende April 2014, zu Ostern, sollte der Cutover stattfinden, das heißt die Einrichtung und Initialisierung des Produktivsystems, das Schließen der Altsysteme und die Migration der Daten in das neue System. „Allerdings gingen nicht alle 28 Projekte schon an Ostern live, das wäre für unser Team schlichtweg zu viel gewesen“, schränkt Jan Bock ein. Die IT-Organisation zog deshalb schon einige Meilensteine und Aktivitäten vor, um potenzielle Risiken bei der Umstellung am Osterwochenende auf ein Minimum zu reduzieren.
Die deutschen Kabelnetzbetreiber: Unitymedia Kabel BW strich Anfang 2015 den Bestandteil Kabel BW aus dem Namen.
Die deutschen Kabelnetzbetreiber: Unitymedia Kabel BW strich Anfang 2015 den Bestandteil Kabel BW aus dem Namen.
Das knappe Zeitfenster für Mach 1 erforderte deshalb eine genau geplante Umsetzung. Von den Meilensteinen über die Testdurchläufe und Schulungen bis hin zur endgültigen Implementierung und zum Live-Betrieb wurden sämtliche Aktivitäten und deren Integrationszeitpunkt minutiös festgelegt.
Ab Dezember 2013 arbeiteten zu diesem Zweck alle Fachbereiche schon mit einem einheitlichen Data Warehouse, das Informationen aus mehreren Applikationen als Grundlage für das Berichtswesen bereitstellt. Im Januar 2014 startete das IT-Team die ersten Tests für das Business Support System. Ein weiterer Meilenstein, der noch vor Ostern erreicht wurde, war die Händler-Provi­sionierung.
„Problemlos“ ist das Wort, mit dem der Cutover seitens der Verantwortlichen beschrieben wird. Von Karfreitag bis Ostermontag vollzog das IT-Team exakt nach Ablaufplan den Wechsel auf die neue integrierte Prozess- und Systemlandschaft.
Im Anschluss startete die Optimierung, die „Get-well-Phase“, um Probleme in den Systemen und Prozessen schnell beheben zu können. Konkrete Lösungsansätze in Form von Workarounds und Trainings halfen den Mitarbeitern in dieser Phase.

Wettbewerbsvorteile

Mit der Migration sind die vormals getrennten Prozess- und Systemlandschaften von Unitymedia und Kabel BW mitei­nander verschmolzen.
Für das Unternehmen ergeben sich dadurch entscheidende Wettbewerbsvorteile. Neben einer gemeinsamen Kundensicht und Arbeitsweise in den Fachbereichen konnten mit dem Projekt Mach 1 unnötige Doppelentwicklungen in zwei Systemwelten vermieden und damit die Kosten und die Komplexität für den laufenden Betrieb reduziert werden.
Sämtliche Callcenter setzen nunmehr ein gemeinsames Frontend ein, das sämtliche Kundendaten und Prozessinformationen an zentraler Stelle bündelt und die Kommunikation mit den Kunden erleichtert.
Im Bereich Netzwerk wird außerdem ein einheitliches System für die Ressourcensteuerung des Außendienstes eingesetzt, was die Einsatzplanung der Techniker stark vereinfacht.
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