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IT-Fusion bei Unitymedia und Kabel BW

Das Projekt Mach 1 bei Unitymedia & Kabel BW

von - 14.06.2015
Für Mach 1 wurden gleich mehrere Zielvorgaben definiert. Um die Komplexität der IT-Landschaft zu verringern, galt es, veraltete Systeme zu finden und auszusortieren. Ferner sollten sämtliche Arbeitsprozesse abteilungsübergreifend effizienter und transparenter gestaltet werden.
Das Projekt blieb damit nicht auf die IT beschränkt, sondern erstreckte sich auch über viele weitere Fachbereiche, bezog also das gesamte Unternehmen ein. Bock fasst zusammen: „Durch die neuen gemeinsamen Strukturen und Prozesse wollten wir es schaffen, dass wir uns wieder auf das Wesentliche konzentrieren können und nicht mehr von administrativen Aufgaben ausgebremst werden.“
Gleichzeitig rückte die Medienplattform Horizon in den Fokus: Horizon ist ein Produkt von Unitymedia. Es verbindet klassisches Fernsehen mit Video-on-Demand- und TV-Archiven und kombiniert Webinhalte von Internetanbietern wie Youtube und eigene Inhalte zu einem Medienpaket.
Der Zugriff auf Horizon ist mit dem Fernseher, dem Web­browser sowie verschiedenen mobilen Geräten möglich. Bis November 2014 stand Horizon nur den Kunden von Unitymedia und damit nur in Nordrhein-Westfalen und Hessen zur Verfügung. Seit November 2014 ist Horizon auch bei Kabel BW in Baden-Württemberg verfügbar.
Mit 300 Mitarbeitern aus dem eigenen Unternehmen und 100 Externen arbeiteten rund 400 Personen an Mach 1. 72 Wochen nach dem Start wurde das Projekt erfolgreich und termingerecht abgeschlossen.

Erst integrieren, dann optimieren

Die Strategie zur Umsetzung von Mach 1 zeigt sich in dem Leitsatz „Erst integrieren, dann optimieren“. Ausschlaggebend für diese Abkehr von der sonst bei Kabel BW üblichen Reihenfolge war die gewünschte Schnelligkeit der Umsetzung. Dennoch wurde auch bei diesem Ablauf der Fehlervermeidung große Beachtung geschenkt.
Meilensteine der Fusion: Der Zusammenschluss von Unitymedia und Kabel BW.
Meilensteine der Fusion: Der Zusammenschluss von Unitymedia und Kabel BW.
Doch worin integrieren? Eine Analyse zeigte, dass die bestehenden Prozesse von Unitymedia dem geplanten Ziel schon sehr nahekamen – deutlich näher als die von Kabel BW. Die Vorgehensweise war somit schnell gefunden. Anstatt von Grund auf eine neue Plattform zu entwickeln, zog die Projektleitung die bestehenden Systeme von Unitymedia heran und baute darauf die Zielarchitektur auf. Ausgestaltet wurde die Zielarchitektur dann in enger Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fachabteilungen.
Daraus ergaben sich schließlich vier essenzielle Themenbereiche: Weiterentwicklung des Unitymedia Business Support Systems, Migration des Business Support Systems von Kabel BW, Weiterentwicklung der Integration von Network & Operations Technology und Web, Konsolidierung der SAP-Systeme.
Den vier Themenbereichen wurden insgesamt 28 Unterprojekte zugeordnet, die von Sales- und Controlling-Systemen über das Logistiksystem auch die Vertragsdatenbanken tangierten. Die Unterprojekte dienten der Vorbereitung der Systemlandschaft für die Migration in das Business Support System der Zielplattform.
Bei genauerer Betrachtung der Prozesse von Kabel BW stellten sich lediglich einige wenige als geschäftskritisch heraus. Nur sie wurden integriert.
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