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Video-Plattform

YouTube weist Vorwürfe aus der Musikindustrie zurück

von - 14.07.2016
Youtube auf dem Tablet
Foto: shutterstock.com/Your_Design
Google nimmt Stellung zu den Vorwürfen aus der Musikindustrie, dass YouTube dem Geschäft Schaden zufügen würde. Der Internet-Riese teilte mit, dass YouTube bereits zwei Milliarden US-Dollar an Musiker ausgezahlt habe.
Google wehrt sich gegen Vorwürfe aus der Musikindustrie, seine Videoplattform YouTube schade dem Geschäft der Branche. Der Internet-Konzern verwies am Mittwoch auf das System "Content ID", mit dem auch Musikstücke auf der Plattform identifiziert werden können. Mit Hilfe von "Content ID" habe YouTube inzwischen insgesamt zwei Milliarden US-Dollar an Rechteinhaber ausgezahlt, davon die Hälfte allein seit Oktober 2014.

So funktioniert Content ID

Bei "Content ID" erstellt Google eine Art digitalen Fingerabdruck von Musik- oder Videoinhalten. Wenn Rechteinhaber das System nutzen wollen, müssen sie YouTube eine entsprechende Referenzdatei zur Verfügung stellen.
Bei dem Dienst seien aktuell 50 Millionen solcher Referenzdateien mit einer Gesamtlaufzeit von 600 Jahren hinterlegt, sagte Google-Manager Simon Morrison. Dabei hätten sich im Musik-Bereich über 95 Prozent der Rechteinhaber dafür entschieden, die von Nutzern hochgeladenen Songs auf der YouTube-Plattform zu lassen und von Google an Werbeeinnahmen im Umfeld der Videos beteiligt zu werden.

Kritik aus der Musikindustrie

Aus der Musikindustrie gibt es dagegen immer wieder Kritik, gemessen an der Zahl von einer Milliarde YouTube-Nutzer werfe die Plattform zu wenig Geld für Rechteinhaber ab. Zuletzt spitzte sich der Streit zu. So beschwerten sich vor rund zwei Wochen über 1.000 Musiker - darunter Stars wie Coldplay, Lady Gaga oder Ed Sheeran - bei der EU-Kommission, dass Dienste wie YouTube mit ihren breiten Gratis-Angeboten auf unfaire Weise Musik entwerteten.
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