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Unterwegs ins Internet

Checkliste zum sicheren Surfen im Urlaub

von - 18.06.2013
Viele Menschen wollen mittlerweile auch im Urlaub nicht auf das Internet verzichten. So schützen Sie Ihr Smartphone und Ihren Tablet-PC beim Internetsurfen im Urlaub und vor Diebstahl.
Foto: Kaspersky
Viele Menschen wollen mittlerweile auch im Urlaub nicht auf das Internet verzichten. So schützen Sie Ihr Smartphone und Ihren Tablet-PC beim Internetsurfen im Urlaub und vor Diebstahl.
Das aktuelle Sonnenbrand-Foto vom Strand auf Facebook hochladen oder kurze Urlaubsgrüße per E-Mail an die Daheimgebliebenen schicken — für viele gehört das Internet im Urlaub genauso zum Leben wie zu Hause. Jeder zweite Deutsche hat schon einmal Urlaubsgrüße auf elektronischem Weg wie SMS oder E-Mail verschickt. Das Smartphone oder der Tablet-PC gehören daher oft schon genauso ins Reisegepäck wie die Badehose.
Der Antiviren-Spezialist Kaspersky hat Tipps zusammengestellt, mit denen man sich vor den Gefahren beim Surfen am Urlaubsort schützt.

Sicher Surfen

Ob im Hotel am Café am Strand: Ein kostenloses WLAN gehört mittlerweile oft zum Angebot. Damit sparen Sie sich die teuren Roaming-Gebühren und surfen meist auch deutlich schneller als über das Mobilfunknetz.
Der Nachteil dieser Hotpots: In der Regel sind die kostenlosen Internetzugänge unverschlüsselt. So kann jeder halbwegs versierte Computernutzer alle über das Funknetz gesendeten Daten mitlesen. So lassen sich zum Beispiel die Zugangsdaten zu Facebook & Co. erspähen.
Beachten Sie daher folgende Tipps:
  • Nutzen Sie soweit verfügbar nur verschlüsselte Webseiten. Viele Webseiten unterstützen die SSL-Verschlüsselung. Diese Webseiten erkennen Sie daran, dass die Internetadresse mit „https://“ beginnt. Zudem zeigen die Browser bei verschlüsselten Seiten ein Vorhängeschloss in der Adresszeile beziehungsweise in der Statusleiste.
  • Nutzen Sie zum Senden und Empfangen von E-Mails ebenfalls eine verschlüsselte Verindung. Viele E-Mail-Server unterstützen die SSL-Verschlüsselung, mit der die Nachrichten nicht frei lesbar sind. Die entsprechenden Protokolle heißen IMAPS, POP3S und SMTPS.
  • Falls Sie im Urlaub eine Überweisung über das Online-Banking tätigen müssen, dann nutzen Sie besser das Mobilfunknetz. Datenverbindungen über das Mobilfunknetz sind nur mit einem großen technischen Aufwand abzuhören.
  • Achten Sie auf gefälschte Hotspots. Wenn sich ein Angreifer in Reichweite eines Hotspots positioniert und ein Hotspots mit ähnlichem Namen einrichtet, dann wählen sich viele Geräte beim gefälschten Funknetz ein, wenn die Signalstärke höher ist. Und schon fällt es dem Angreifer noch leichter, Ihre Daten mitzulesen.

Schutz vor Diebstahl

Einmal kurz weggeschaut — und schon hat ein Langfinger das Smartphone oder den Tablet-PC verschwinden lassen. Oder man verliert das Gerät am Strand. So minimieren Sie immerhin den Schaden, falls das Gerät doch wegkommt:
  • Man sollte in jedem Fall die PIN-Abfrage für die SIM-Karte aktivieren. Auch wenn die Eingabe der PIN bei jedem Einschalten des Geräts lästig ist. Falls es aber abhanden kommt, dann können Langfinger mit dem Gerät teure Telefonate führen oder im Internet surfen —  zumindest so lange, bis die SIM-Karte gesperrt wurde. Bei den meist hochpreisigen Roaming-Tarifen im Ausland kann da schnell eine ordentliche Summe zusammenkommen.
  • Ein Entsperr-Muster schafft zusätzlich Sicherheit: So ist das Gerät auch dann geschützt, wenn es bereits an ist und die PIN schon eingegeben wurde.
  • Legen Sie einen Notfall-Pass an. Darauf notieren Sie sich alle wichtigen Daten wie die Sperr-Hotline Ihres Mobilfunkanbieters, Ihre Mobilfunknummer und die IMEI-Nummer des Smartphones oder Tablet-PCs. Die IMEI-Nummer (International Mobile Equipment Identifier) ist eine Art Seriennummer des Geräts. Damit lässt es sich für die Nutzung im Mobilfunknetz sperren.
Für den Fall der Fälle, wenn das Gerät doch abhanden gekommen ist: Rufen Sie sich erst einmal selbst an. Das klingt zwar albern, doch in vielen Fällen hat man das Gerät nur irgendwo verlegt und plötzlich klingelt es dann genau da, wo man das Gerät nicht vermutet.
Wenn das Gerät wirklich weg ist, dann lassen Sie sofort die SIM-Karte und das Gerät bei Ihrem Mobilfunkbetreiber sperren. Auch eine Anzeige bei der örtlichen Polizei sollte aufgenommen werden.

Fazit

Wenn man diese einfachen Tipps berücksichtigt, dann ist man im Urlaub schon relativ sicher im Internet unterwegs.
Der sicherste Tipp ist aber: Im Urlaub einfach mal abschalten — auch alle technischen Spielzeuge.
Weitere Tipps zum sicheren Surfen im fremden Hotspots lesen Sie im Artikel „Mit dem Notebook unterwegs in fremden Netzen“. Weitere Details zum sicheren Mailen erklärt der Beitrag „Besser mailen mit IMAP“.
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