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Ein Webauftritt aus dem Baukasten

Im Gespräch mit Robert Brandl, Betreiber von WebSiteToolTester

von - 13.08.2019
Robert Brandt
Robert Brandt: Betreiber von WebSiteToolTester
(Quelle: WebSiteToolTester )
Welche ersten Schritte sollten Firmen bei der Erstellung einer neuen Website unternehmen und welche Fehler gilt es zu vermeiden? com! professional sprach darüber mit Robert Brandl von WebSiteToolTester.
com! professional: Was sind die größten Fehler, die Unternehmen beim Erstellen einer Website machen?
Robert Brandl: Wir erleben es oft, dass die Leute versuchen, erst den kompletten Markt der Homepage-Anbieter zu analysieren und vorab zig Fragen beantwortet haben möchten, bevor sie anfangen, die Website zu erstellen.
Mein Tipp wäre, sich zwar durchaus zu informieren, welche Homepage-Baukästen oder welches Content-Management-System infrage kommt, dann aber auch schnell loszulegen und auszuprobieren, ob man mit den Tools zurechtkommt. So gut wie alle Anbieter stellen einen kostenlosen Test zur Verfügung, sodass es praktisch kein Risiko gibt.
com! professional: Welche Zusatzfunktionen lohnen sich, um die Basisbaukästen der Anbieter sinnvoll aufzuwerten?
Brandl: Als Unternehmen, das vor allem lokal Geschäfte macht, muss man natürlich in der lokalen Google-Suche vertreten sein. Dadurch kann man sehr viele Besucher auf die Website be­kommen. Von daher ist der Google-Maps-Eintrag unentbehrlich. Noch immer gibt es viel zu viele lokale Geschäfte, die ihren Google-Eintrag nicht aktiv managen.
In der heutigen Zeit ist es natürlich essenziell, dass die Web­site auch mobilfreundlich ist. Glücklicherweise haben das alle modernen Homepage-Baukästen berücksichtigt. Auch sollte man sich E-Mail-Adressen besorgen, die über die Domain der Website laufen. Es kommt etwas unprofessionell rüber, wenn die Mail-Adresse zum Beispiel „xyzhandel@gmx.de“ lautet.
Eine weitere Zusatzfunktion könnte ein eigener Online-Shop sein. Heutzutage ist es weder teuer noch besonders kompliziert, ein E-Commerce-Business zu starten. Wichtig ist aber, dass die Prozesse durchdacht sind, worunter vor allem die Kundengewinnung und die Logistik fallen.
com! professional: Wie viel Zeit muss man für die fortlaufende Pflege und Aktualisierung der Website einplanen?
Brandl: Das kommt darauf an, was man damit machen möchte. Wer immer die aktuellen Tarife und Angebote auf seiner Website widerspiegeln möchte, der muss schon etwas Zeit einplanen. Wer dies nicht tut, kommt wahrscheinlich mit zwei bis vier Updates im Jahr hin. Wer hoch in der organischen Google-Suche positioniert sein möchte, sollte natürlich eher einmal öfter die Website aktualisieren.
com! professional: Ist ein News-Bereich sinnvoll oder reicht für den Anfang auch eine einfach Seite, um den Kunden eine Anlaufstelle im Web zu bieten?
Brandl: Ein News-Bereich beziehungsweise ein Blog kann sich aus zwei Gründen lohnen: Man hat bereits eine Leserschaft und will diese unterhalten und informieren. Dies kann dann auch gut in Kombination mit Social Media und einem Newsletter passieren. Der andere Grund heißt Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO. Man möchte auf Google mit relevanten Suchbegriffen zu finden sein und darüber neue Kunden gewinnen.
In beiden Fällen bedarf es einer durchdachten Strategie, damit der Aufwand am Ende auch fruchtet. Wer einfach nur locker darauflosschreibt, wird in den meisten Fällen leider keine allzu großen Erfolge genießen können.
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