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IoT-System

Intel stellt Entwicklung der Compute Card ein

von - 25.03.2019
Intel Compute Card
Foto: Intel
Die kompakte Compute Card wird offenbar keinen Nachfolger mit frischer Hardware erhalten. Intel soll die Entwicklung des keditkartengroßen IoT-Systems eingestellt haben.
Kompakt und kurzlebig: Erst auf der CES 2017 hatte Intel sein kreditkartengroßes Komplettsystem mit dem Namen Compute Card vorgestellt. Nach nunmehr drei Jahren zieht der US-amerikanische Prozessor-Spezialist bereits einen Schlussstrich und stellt die Entwicklung des IoT-Systems ein. Im Gespräch mit dem Portal Tom's Hardware hat Intel bestätigt, dass es keinen Nachfolger für die Compute Card geben werde.
Mit dem kompakten Komplettsystem wollte Intel erweiterbare Embedded-Geräte im IoT ermöglichen. Bislang sind Lösungen in diesem Bereich meist mit festen Hardware-Komponenten bestückt, die sich nicht ersetzen lassen. Treten hier in einzelnen Bauteilen Probleme auf oder entspricht die Hardware schlichtweg nicht mehr den Anforderungen, ist ein Austausch meist unumgänglich. Neben IoT-Lösungen sollte die Compute Card auch PoS-Systeme, All-in-One-Desktops, Laptops und andere Geräte antreiben.
Trotz des Entwicklungsstopps hält Intel weiter an dem Grundkonzept des modularen Systems fest. "Wir glauben weiterhin, dass modulares Computing ein Markt ist, in dem es viele Möglichkeiten für Innovationen gibt", sagte ein Intel-Sprecher gegenüber Tom's Hardware. "Da wir jedoch nach dem besten Weg suchen, um diese Chance zu nutzen, haben wir beschlossen, dass wir keine neuen Compute-Card-Produkte entwickeln werden." Die bislang vorgestellten Modelle will der Hersteller im laufenden Jahr weiter verkaufen, und auch der Support für die Compute Card sei sichergestellt.

Mini-System mit leistungsstarker CPU

Die Compute Card misst schlanke 94,5 x 55 x 5 Millimeter und ist mit einem Metallgehäuse ausgestattet, das die Abwärme eigenständig ableitet. Trotz leistungsstarker Chips muss nicht auf eine aktive Kühlung zurückgegriffen werden. Das Komplettsystem gibt es mit sparsamen Apollo-Lake-Chipsets sowie mit stärkeren Core m3- und i5-Prozessoren.

Starke ARM-Konkurrenz

Intel begegnet im IoT- und Embedded-Bereich denselben starken Widersachern wie auf dem Smatrphone-Markt. Preiswerte und sparsame ARM-Systeme geben hier wie dort den Ton an. Aus dem Smartphone-Markt hatte sich der Halbleiter-Experte mit seinen Atom-Chipsets deshalb schon 2016 verabschiedet.
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