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Weltweiter Berg an Elektroschrott wächst stark an

Manches ist von Beginn an Schrott

von - 03.07.2020
Die Gründe dafür sind vielfältig. Einer ist die technische Innovation. «Das ist der Wackeldackel, das ist das elektrische Werkzeug für den Garten, das sind intelligente Kleidungsstücke, die den Puls messen», sagt Rüdiger Kühr, einer der Mitautoren des Berichts, der Deutschen Presse-Agentur. Ein anderer Grund: Ein grösserer Teil der Weltbevölkerung habe mittlerweile die Möglichkeit, sich bestimmte Geräte zu leisten, so Kühr.
Dass aus der grossen Masse dann auch schnell viel Schrott wird, liegt an der mitunter kurzen Lebensdauer vieler Geräte. Hinzu kommt, dass es oft nur unter grössten Mühen gelingt, sie bei einem Defekt zu reparieren. Wer mal erwogen hat, den Akku an seinem Handy auszutauschen, kennt das Phänomen.
Einen Zuwachs stellten die Experten unter anderem bei ausrangiertem Equipment fest, das zur Regulierung von Temperatur dient - also zum Beispiel bei Klimaanlagen und Kühlschränken (plus sieben Prozent im Vergleich zu 2014).

57 Milliarden Dollar versteckt im Schrott

Pro Kopf betrachtet führt Europa die Statistik an. 16,2 Kilogramm trug durchschnittlich jeder Europäer 2019 zum E-Schrott-Berg bei. Das Problem ist dabei nicht nur die Masse, sondern auch wie mit ihr umgegangen wird. Nach Berechnungen der Uno-Experten wurden 2019 nur 17,4 Prozent des produzierten E-Schrotts eingesammelt und recycelt.
Die Recycling-Aktivitäten könnten nicht Schritt halten mit der Geschwindigkeit, in der neuer Schrott produziert werde, stellten sie fest. Europa schneidet dabei mit einer Recycling-Quote von 42,5 Prozent noch am besten ab. Asien liegt an zweiter Stelle mit nur 11,7 Prozent. Afrika hat die niedrigste Quote mit 0,9 Prozent. 
Problematisch ist das, weil in den Geräten noch kostbare Materialien schlummern - ob Gold, Silber, Kupfer oder Platin. Der reine Materialwert des Elektroschrott-Berges 2019 wird in der Studie mit 57 Milliarden US-Dollar beziffert, einer Summe, die grösser ist als das Bruttoinlandsprodukt vieler Länder. Die meisten dieser wertvollen Stoffe landen aktuell aber auf einer Müllkippe oder werde verbrannt.
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