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Linux Foundation

OpenJS Foundation übernimmt Entwicklung von Google AMP

von - 14.10.2019
Google AMP
Foto: Piotr Swat / Shutterstock.com
Google hat sein AMP-Projekt für die beschleunigte Darstellung mobiler Webseiten an die OpenJS Foundation übergeben. Hierdurch soll die offene Entwicklung des Frameworks sowie dessen Adaption vorangetrieben werden.
Bereits im Oktober 2015 ging Google mit Accelerated Mobile Pages Project (AMP) an den Start, um die Darstellung mobiler Webseiten zu beschleunigen. Das AMP-Framework reduziert Seitenquellcodes auf wesentliche Elemente wie den Text, die Bilder sowie die Steuerelemente, wodurch eine deutlich geringere Datenmenge übertragen werden muss. Daraus resultiert wiederum ein schneller Seitenaufbau.
Die künftige Weiterentwicklung und Pflege von AMP soll nun unter dem Dach der OpenJS Foundation vorangetrieben werden. Durch die Eingliederung in den Verband der Linux Foundation verspricht man sich weitere Verbesserungen in den Bereichen Open Governance, Transparenz und offener Entwicklung. Unterdessen will Google dem Projekt als Förderer erhalten bleiben.
"AMP ist ein großartiges Beispiel für eine Community und Technologie, die sich darauf konzentriert, die Web-Performance und -Erfahrung für alle zu verbessern", sagte Robin Ginn, Exekutivdirektor der OpenJS Foundation.
Bis AMP vollumfänglich in die OpenJS Foundation integriert ist, muss das Projekt noch das Inkubationsprogramm erfolgreich abschließen. Darin werden die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Onboarding in die Stiftung überprüft.

Mit Offenheit auf Bedenken reagieren

Erst im vergangenen Jahr wurde für AMP ein offenes Governance-Modell verabschiedet, das sich an die Node.js Foundation und die JS Foundation anlehnt. Durch diesen Schritt wollte man auf Bedenken der Netzgemeinschaft reagieren, die eine zunehmende Einflussnahme einzelner Unternehmen wie Google an der Entwicklung des Internets befürchtete.
AMP wird indessen bereits auf Milliarden von Seiten auf mehr als 30 Millionen Domains verwendet und lässt sich in unzählige Lösungen integrieren. Unter anderem betreiben Google und Microsoft jeweils ihren eigenen AMP-Cache. Neben Webseiten kann mit dem Framework auch der klassische E-Mail-Versand um interaktive Inhalte erweitert werden.
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