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IBM-Forschung

Mit KI und Drohnen auf der Suche nach Brückenschäden

von - 03.12.2019
Bruecke
Foto: Darren Whittingham / Shutterstock.com
Brücken aus Beton sind einem ständigen Alterungsprozess ausgesetzt. Der Tech-Konzern IBM arbeitet jetzt an einer Drohnen-Lösung zur automatisierten Inspektion solcher Bauwerke.
Mit gleich drei derzeitigen Hypetechniken wollen Forscher von IBM zusammen mit Partnern aus der Industrie den Schäden an Betonbauwerken wie Brücken, Tunnel und Straßen zu Leibe rücken: Künstliche Intelligenz (KI), dem Internet der Dinge (IoT), sprich: Sensoren und autonom fliegenden Drohnen.
Am Medientag des IBM-Labors in Rüschlikon demonstrierten Wissenschafter und Industrievertreter wie in nicht allzu ferner Zukunft Betonbauwerke auf diese Art und Weise analysiert und überwacht werden können. Erprobt wird das System derzeit in Dänemark, und zwar an der Autobahn- und Eisenbahn-Brücke über den Großen Belt, welche die Inseln Fünen und Seeland untereinander und damit Kopenhagen mit dem europäischen Kontinent verbindet.

Inspektionszeit ein Tag statt ein Monat

Bislang ist die Überprüfung der 281 Meter hohen Brückenpfeiler eine zeitaufwendige, kostspielige und für die Angestellten riskante Aufgabe, müssen sie sich doch an den Konstruktionen in schwindelnder Höhe abseilen. So dauert die Inspektion durch ein Team der Betreiber derzeit einen gesamten Monat.
Christiano Malossi
Christiano Malossi, KI-Forscher am IBM-Forschungslabor Rüschlikon, erklärt den KI-Software-Aspekt des Systems.
(Quelle: Jens Stark / com! professional )
Mit den Drohnen, die am IBM-Forschungslabor im israelischen Haifa gebaut werden, und mit dem auf KI basierenden Erkennungssystem von Schäden, welches ebenfalls von IBM entwickelt wird, lässt sich dies in nur einem Tag bewerkstelligen.
Dabei erkennt die KI-Software bereits Einiges: So kann sie nicht nur Fehler im Beton wahrnehmen, sie kategorisiert diese gleich in Spalten, Risse, abgeblätterte Stellen, Roststellen und Algenbefall und kennzeichnet die Schäden mit verschiedenen Farben. Wie Christiano Malossi, KI-Forscher am IBM-Labor in Rüschlikon berichtet, habe die KI-Software anhand der Drohnenbilder von der dänischen Brücke die Schäden mit einer Genauigkeit von 94 Prozent richtig kategorisieren können, also Risse und Rostflecken als solche erkennen können. "Diese Rate werden wir wohl noch verbessern können, wenn wir das System mit noch mehr Daten beliefern", hofft Malossi.
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