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Sicherheit

Kaspersky will Spam in Bildern stoppen

von - 19.02.2009
Kaspersky Lab hat nach eigenen Angaben in Russland das Patent für eine neuartige Anti-Spam-Technologie erhalten. Patentiert wurde ein innovativer Filter, der Spam sowohl in Text- als auch in Bildform erkennen soll.
Spam in Textform stellt für herkömmliche Spam-Filter mittlerweile kein Problem mehr dar. Deshalb greifen Spammer heute gern auf Tarnkappen-Technologien zurück, indem sie ihre unerwünschten Nachrichten beispielsweise in Bildern verstecken.
Diese Art von Spam ist schwieriger zu erkennen, denn ein Spam-Filter muss dazu den Text in dem Bild ausfindig machen. Die Mehrheit der heute eingesetzten Spam-Filter basiert auf der sogenannten maschinellen Erkennung. Deren  Nachteil ist es, dass sie Einheitlichkeit bezüglich Größe, Stil und Zusammensetzung der verwendeten Symbole voraussetzt.
Genau diese Einschränkung machen sich die Spammer zu Nutze. Sie verzerren ihre Spam-Mails und erzeugen so eine Art "Grundrauschen". Dadurch wird das Aufspüren und Filtern von unerwünschten Werbe-Mails erschwert.

Die von Kaspersky Lab patentierte Technologie soll hingegen Text und Spam auch in Bildern effektiv aufspüren, ohne auf die maschinelle Erkennung von Bildern angewiesen zu sein. Sie basiert auf Wahrscheinlichkeit und Statistik. Ob ein Bild Text-Spam enthält, wird anhand der grafischen Struktur der Wörter sowie des Inhalts der Buchstaben und Wörter in diesen Mustern entschieden.
Spezielle Filter sollen so gewährleisten, dass die Methode nicht von Störelementen wie beispielsweise Textumbruch in den Bildern beeinträchtigt wird. Der neuartige Filter kann laut Kaspersky zudem erkennen, ob es sich beim entdeckten Text um Spam handelt, indem er die entdeckten Signaturen mit Spam-Vorlagen in einer Datenbank abgleicht.

(Quelle: kaspersky.de)
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