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Security-Albtraum

Medizinische Geräte zu Tausenden online hackbar

Hacker gegen Doktoren
Foto: Shutterstock/GlebStock
Zahllose online angeschlossene medizinische Systeme wie Narkosegeräte, Schrittmacher und Magnetresonanz-Tomografen sind angreifbar, wie ein Vortrag von zwei Sicherheitsexperten gezeigt hat.
Abertausende medizinische Geräte sind relativ leicht online für Hacker angreifbar. Die Sicherheitsexperten Scott Erven und Mark Collao haben allein bei einem namentlich nicht genannten großen US-Healthcare-Anbieter über 68.000 verwundbare Systeme entdeckt, hat die "The Register" berichtet.
Intensivstation in einem Krankenhaus
Intensivstation in einem Krankenhaus: Immer mehr medizinische Geräte sind online und damit angreifbar.
(Quelle: Shutterstock/Chaikom )
Zudem hat das Team bei einem Honeypot-Experiment mit simulierten medizinischen Systemen über 55.000 erfolgreiche Zugriffe registriert. Es kam dabei zu etlichen Angriffen von Hackern, denen offenbar gar nicht klar war, dass sie medizinische Geräte beeinflussen.

Riskante Verwundbarkeit

Hacks medizinischer Geräte sind schon allein aus Datenschutzgründen sehr kritisch. Doch die Sicherheit liegt meist im Argen, wie die Sicherheitsexperten mithilfe der Geräte-Suche Shodan gezeigt haben. So waren bei dem großen US-Anbieter unter anderem 21 Narkosegeräte, 31 Schrittmacher und 97 Magnetresonanz-Tomografen angreifbar.
Mit Suchbegriffen, die "auf Spezialkliniken wie Radiologie, Fußorthopädie oder Pädiatrie abzielen, haben wir Tausende Fehlkonfigurationen und direkte Angriffsvektoren gefunden", so Erven, stellvertretender Direktor bei Protiviti, im Rahmen der Sicherheitskonferenz DerbyCon.
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