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AWS Backup

Amazon Web Services startet eigene Backup-Lösung

von - 21.01.2019
Rechenzentrum
Foto: Oleksiy Mark / Shutterstock.com
AWS hat eine hauseigene Lösung zur Datensicherung an den Start gebracht. Die Amazon-Tochter macht damit Anbietern von Backup-Services Konkurrenz.
Amazon Web Services (AWS) hat mit Backup eine hauseigene Datensicherungs-Lösung für seine Kunden gestartet. Anwender von AWS-Cloud-Services sollen mit dem Dienst die Möglichkeit erhalten, automatische Sicherungen von DynamoDB-Tabellen, EBS-Volumes (Elastic Block Store), EFS-Dateisystemen (Elastic File System), RDS-Datenbanken (Relational Database Service) sowie Storage-Gateway-Volumes einzurichten. Letztere sollen außerdem zur Sicherung lokaler Daten dienen. Die Unterstützung weiterer AWS-Services soll laut Angaben von Amazon in Zukunft folgen.
Mit der neuen Lösung will der Anbieter seinen Kunden innerhalb der Cloud-Plattform einen zentralen Ort für die Verwaltung von Backups bieten, wie es in einer Mitteilung heißt. So könnten Anwender in der AWS Management Console beispielsweise Richtlinien definieren, wie oft Backups erstellt und wie lange diese danach aufbewahrt werden sollen. Die Richtlinien würden anschließend den gewünschten AWS-Ressourcen zugewiesen, während Backup etwa automatisch Sicherungsaktionen plane und ihre Aufbewahrungsdauer verwalte.

AWS tritt Partnern auf die Füße

Nicht besonders begeistert vom neuen Angebot sind jene Unternehmen, die eigene Backup-Dienste für AWS führen – beispielsweise Acronis, Commvault oder auch Veeam. Ein unabhängiger Anbieter sagte gegenüber The Register, er sei "enttäuscht" darüber, dass Amazon eine hauseigene Backup-Lösung gestartet habe. Wer nun einen AWS-Dienst einrichte, könne vom gleichen Anbietern nun auch das Tool zur Datensicherung beziehen - für User ein attraktives Angebot, wie er meint.
Die komfortable Lösung dürfte bei den Anwendern gut ankommen, davon geht auch The Register aus. Dennoch gibt es auch Nachteile: Laut einem Anbieter sei es etwa nicht möglich, mit dem Tool AWS-Workloads nach Azure zu verschieben. Bei einigen Drittanbietern bestehe diese Möglichkeit hingegen. In diesem Zusammenhang warnt er deshalb insbesondere in Multi-Cloud-Umgebungen vor einem Vendor-Lock-In.
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