Schädliche Links enttarnen

Neue Sicherheits-Features für Microsoft Office 365

von - 05.04.2017
Microsoft Office 365
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Microsoft führt neue Sicherheits-Features für Office 365 ein. Unter anderem werden Nutzer nun auch in Word, Excel und PowerPoint vor schädlichen Links gewarnt.
Microsoft integriert für seine Firmenkunden neue Sicherheits-Features in Office 365: Eines davon ist die "Office 365 Threat Intelligence" mit der das Unternehmen auf die neuesten Entwicklungen in der Bedrohungslandschaft reagieren will.
Durch einen Echtzeit-Alarm und interaktive Analyse-Tools sollen mit Threat Intelligence Bedrohungen schneller erkannt und unschädlich gemacht werden. Mithilfe des sogenannten "Microsoft Intelligent Security Graph" werden Milliarden von Daten aus dem Netzwerk der Redmonder für die Gefahrenanalyse herangezogen. Das Tool informiert außerdem über Malware-Familien in- und außerhalb der Firma.
Thread Intelligence ist standardmäßig in Office 365 Enterprise E5 integriert, kann aber auch als eigenständiger Dienst genutzt werden. Interessierten Nutzern stellt das Unternehmen außerdem eine kostenlose Demo-Version zur Verfügung.

Reports erleichtern die Angriffsanalyse

Malware Report aus Office 365
Der Malware-Report gibt detaillierte Informationen über die Art der Bedrohung wieder.
(Quelle: Microsoft )
Eine weitere Neuerung ist das überarbeitete Reporting Interface für Office 365 Advanced Threat Protection (ATP). Hier finden Admins Berichte, die einen Überblick zum Zustand des Systems liefern und über gefundene Malware und Spam informieren. Admins haben die Option, sich diese Berichte direkt via E-Mail zusenden zu lassen, benutzerdefinierte Reports anzufordern und diese über Dashboards im Security & Compliance Center herunterzuladen oder zu verwalten.
Ab Ende April wird zudem das aus Outlook bekannte Safe Link ebenfalls in Word, Excel und PowerPoint integriert. Dadurch werden Nutzer etwa beim Klicken auf potenziell gefährliche Links zu einer Seite mit Warnhinweisen umgeleitet. Handelt es sich um einen Fehlalarm, kann der Nutzer die gewünschte Seite trotzdem aufrufen. Admins haben allerdings die Möglichkeit, diese Weiterleitung zu unterbinden. Diese Funktion ist zunächst Kunden des ProPlus-Pakets vorbehalten.