Datentausch im Unternehmen

Enterprise Filesharing im Cloud-Speicher

von - 21.04.2017
Enterprise Filesharing
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Mit Enterprise-File-Sharing-Diensten aus der Cloud arbeiten Teams effizient und flexibel zusammen. Welcher Anbieter das beste Angebot für Ihr Unternehmen bereithält, lesen Sie hier:
Der schnellste, bequemste und einfachste Weg, Dateien zwischen mehreren Projektbeteiligten auszutauschen führt heute nicht über USB-Sticks oder Kabel, sondern durch die Cloud. Filesharing-Dienste erlauben es, Bilder, Tabellen, Dokumente und sonstige Unterlagen in Standardformaten ohne weitere Zwischenschritte oder Kompatibilitätshürden zwischen allen Plattformen und lokalen wie entfernten Bearbeitern praktisch ohne Zeitverlust zu teilen.
Daher kann es nicht überraschen, dass Cloud-Computing generell weiter im Trend liegt. Dem können selbst spektakuläre Angriffe auf die Datensicherheit, wie sie immer wieder vorkommen, nichts anhaben. Ganz offenbar überwiegen die Vorteile für die meisten Anwender die Risiken. Und das gilt auch im professionellen Umfeld: Cloud-Services machen Unternehmen flexibler, mobiler und effizienter.
Zwischenschritte Fehlanzeige: Wie hier bei OneDrive entscheidet oft ein einziges Häkchen über Nur-Lese- oder Vollzugriff.
Der Markt reagiert auf die Entwicklung mit einer hohen Dichte von Angeboten, praktisch täglich werden es mehr. Dabei gibt es viele Dienste, die sich verblüffend gleichen, aber auch zahlreiche Anbieter, die sich durch Spezialisierung, etwa in Sachen Sicherheit oder Administrierbarkeit, abheben wollen. Hier eine Vorauswahl zu treffen, ist schwierig genug, nicht zu reden von der Entscheidung für den einen Dienst, der alle benötigten Eigenschaften hat.
Wichtige Überlegungen bei der Auswahl des passenden Filesharing-Anbieters für ein Unternehmen sind neben Zugangs- und Datensicherheit vor allem Handhabbarkeit sowie Zugriffs- und Zusammenarbeitsmöglichkeiten für die Mitarbeiter über mehrere Plattformen hinweg. Denn der sicherste Lagerort ist nutzlos, wenn er von der Belegschaft nicht eingesetzt wird, weil die Zugangshürden zu hoch liegen.
Besonders praktisch ist es hingegen, wenn Dateien nicht nur synchronisiert und getauscht, sondern in der gleichen Umgebung mit zugänglichen oder bekannten Tools auch direkt erstellt werden können. Solche Angebote laden zur Nutzung förmlich ein, bieten aber oft nicht die optimalen Sicherheitsfunktionen.

Auf Funktionalität und Sicherheit kommt es an

Für gute Zusammenarbeit kommt es also auch darauf an, dass die Balance zwischen den verschiedenen Interessen gewahrt ist. Die Funktionalität muss stimmen und zugleich muss die Sicherheit der Daten entsprechend ihrer Sensibilität gewährleistet sein. Im Idealfall sollte ein Online-Speicher in einem Rechenzentrum im Inland betrieben werden, und die Daten sollten bereits auf dem PC oder Mobilgerät des Anwenders verschlüsselt und so in der Cloud abgelegt werden. Allerdings kommen diese beiden Voraussetzungen selten zusammen. In unserer Auswahl bietet nur Brainloop Server in Deutschland und zugleich eine Client-seitige AES-Verschlüsselung an.
Entscheidend ist aber nicht nur, wie die Dateien gespeichert werden, sondern vor allem auch, wie sie geteilt werden können und welche Einschränkungen sich für Zugriffe definieren lassen. Viele Anbieter lassen keine sehr feinen Unterscheidungen zu. Meist wird lediglich zwischen einem Nur-Lese- und einem Vollzugriff unterschieden. Kaum ein Cloud-Dienst berücksichtigt weitere Nutzer-Rollen. Hier kann Box mit einer siebenstufigen Berechtigungssteuerung glänzen.
Bring-Your-Own-Device-Umgebungen (BYOD) gewinnen zunehmend an Bedeutung, und gerade für Mobilgeräte wie Tablets, Phablets und Smartphones ist der Zugriff auf Ressourcen in der Cloud ein wichtiger Pluspunkt. Das haben fast alle Anbieter erkannt und halten zumindest für die verbreitetsten Systeme wie Android-, Apple- und Windows-Geräte passende Apps bereit.
Für alle sechs im Folgenden vorgestellten Dienste stellen die Hoster übrigens Test-Zugänge zur Verfügung, die es erlauben, das Angebot zwischen 14 Tagen und einem Monat kostenlos auszuprobieren. So lässt sich im Zweifelsfall he­rausfinden, ob ein bestimmter Cloud-Speicher den eigenen Ansprüchen genügt. Achten sollte man in diesem Fall allerdings darauf, wie die Testphase endet: Bei einigen Anbietern wird der Zugang nach Ablauf des Probezeitraums einfach gecancelt, bei anderen jedoch automatisch in ein reguläres Abo umgewandelt, wenn man nicht vorher kündigt.
Auf den folgenden Seiten betrachtet com! professional den Umfang und die Funktionalität einiger etablierter Enterprise-File-Sharing-Dienste. Eine Komplettübersicht zu ausgewählten Cloud-Anbietern finden Sie hier: