Top-Level-Domains

Viele Unternehmen zögern bei neuen TLDs

von - 29.12.2015
verschiedene Top-Level-Domains
Foto: Shutterstock/niroworld
Die neuen Top-Level-Domains (New TLDs) bieten Unternehmen und Markeninhabern einige interessante Privilegien, die bislang allerdings kaum genutzt werden.
Sie heißen .lidl, .volkswagen oder .tui: 1.930 Bewerbungen um neue Top-Level-Domains im Internet gingen im Jahr 2012 bei der globalen Internet-Verwaltung ICANN ein. 643 davon, fast genau ein Drittel, bezogen sich auf exklusive Markenendungen.
Screenshot nic.bmw
Noch selten: Domain-Registrierungs-Seiten unter den TLDs großer Markeninhaber wie BMW
(Quelle: nic.bmw (26.10.15) )
Oft mithilfe spezialisierter Domain-­Beratungsfirmen reichten auch deutsche Unternehmen Anträge für das völlig neue Marketing-Tool ein: Autohersteller waren darunter (.bmw und .volkswagen), Handelsketten (.lidl und .edeka), Digital- und Technologie-Unternehmen (.sap und .gmx) oder auch Pharmaunternehmen (.boehringer und .emerck).
Während sich die "normalen" Endungen wie .berlin oder .reise langsam mit ­Inhalten füllen, sind Beispiele für die tatsächliche Nutzung von Markenendungen hierzulande wie international allerdings noch sehr rar gesät: der französische ­Telko OVH etwa bietet seinen Kunden eigene ­Domains an - inzwischen gibt es schon mehr als 70.000 .ovh-Domains. Auf plt2015.mini gibt es eine Unterseite für ­Reseller der BMW-Tochter und der Versicherungskonzern AXA publiziert auf ­annualreport.axa seinen Jahresbericht.
Ansonsten sind viele Endungen technisch noch nicht einmal im Netz, so etwa bei .edeka und .volkswagen. Und in anderen Fällen, wie bei .tui, ist bis dato erst ­eine einzige, obligatorische ­Informationsseite online. Was ist da los?