Datenschutz & Privatsphäre

EFF gibt Tipps zur Einreise in die USA

von - 16.03.2017
Grenzkontrolle in den USA
Foto: EFF
Die digitalen Bürgerrechtler der EFF haben ein Handbuch zum Verhalten bei der Einreise in die USA veröffentlicht. Denn US-Grenzbeamte dürfen Laptops, Tablets und Smartphones von Reisenden sowie die darauf gesicherten Daten durchsuchen.
Kontrollen an der US-amerikanischen Grenze werden zunehmend strenger. Erst im Februar sagte Heimatschutzminister John Kelly, dass Reisende künftig ihre Passwörter für soziale Netzwerke an Grenzbeamte abgeben müssten – vor allem, wenn sie aus den sieben muslimischen Ländern stammten, gegen die damals ein Einreisestopp verhängt wurde.
Das Durchsuchen von Smartphones, Tablets und Laptops ist aber jetzt schon gängige Praxis: Seit 2015 habe sich die Zahl von Durchsuchungen elektronischer Geräte verfünffacht, schreibt die amerikanische Electronic Frontier Foundation (EFF) in einem 50 Seiten starken Handbuch. Insgesamt habe die amerikanische Regierung 2016 an der Grenze knapp 24.000 Geräte überprüft.

Zusatzrechte für Grenzbeamte

"In Bezug auf das Herumschnüffeln in privaten Daten schränkt die amerikanische Verfassung die Freiheit der Regierung zwar ein, an der Grenze herrschen jedoch andere Verhältnisse", schreiben die Autoren, die sich aus Analysten und Anwälten zusammensetzen. Konkret heißt das für Reisende: US-Grenzbeamte dürfen den Inhalt von portablen Geräten eingehend untersuchen und sich damit unter anderem Zugang zur Cloud beschaffen, um Unterhaltungen, Postings auf sozialen Medien und E-Commerce-Aktivitäten einzusehen.