LG 27UD88-W 4K-Monitor im Test

LG kommt mit Hardware-Kalibrierung

von Manuel Masiero - 11.08.2017
Besonderheit Nummer zwei ist die Hardware-Kalibrierung. Verbindet man den IPS-Monitor per USB-Kabel mit dem PC oder Mac, kann man ihn mit der LG-Software True Color Pro und einem kompatiblen Kalibrierungsgerät wie dem von uns verwendeten X-Rite i1Pro2 auf direktem Weg kalibrieren.
Im Test ließen sich die Bildparameter jedoch kaum verbessern, obwohl es einigen Spielraum dafür gegeben hätte. Im Standard-Bildschirmmodus „Anwender“ lagen Farbtemperatur und Farbverläufe deutlich neben dem Soll. Im Office-Betrieb störte das nicht weiter, machte sich aber in einer etwas zu kühlen Darstellung bemerkbar. Eine wesentlich bessere Bildqualität lieferte der LG ab, wenn man ihn in den sRGB-Bildmodus schaltete. Dort lagen praktisch alle Bildparameter im optimalen Bereich und qualifizierten das 4K-Display damit auch für farbechtes Arbeiten. Den sRGB-Farb­raum deckte der 27UD88-W wie vom Hersteller versprochen zu 99 Prozent ab.
Der Monitor verfügt über einen kleinen Joystick, mit dem sich das Bildschirmmenü sehr flüssig bedienen ließ. Ebenso positiv: Das OSD war nicht nur sehr umfangreich, speziell was die Bildparameter betraf, sondern bietet auch sehr viele Bildmodi. Ein Blaulicht­filter befand sich zwar nicht darunter, aber zum Beispiel ein DICOM-Bildmodus für klinische Anwendungen wie die Darstellung von Röntgenbildern.
Zur guten Ergonomie trugen auch der stromsparende Betrieb und der bewegliche Standfuß bei, der sich jedoch nicht seitlich drehen lässt.

Testergebnis

Note
2
Schnittstellen: Vielseitig nutzbar dank USB-C-Port
Ausstattung: Hardware-Kalibrierung möglich
+
Bild: Im Standardmodus mäßig
Ergonomie: Kein Blaulichtfilter
-