Modernisierung via Cloud

Infrastruktur auf ­Agilität trimmen

von - 04.01.2017
Serverraum
Foto: Fotolia / Oleksiy Mark
Wollen Unternehmen am Markt nicht den Anschluss verlieren, ist eine Modernisierung der IT-Infrastruktur oft unumgänglich. Der Königsweg führt dabei über die Cloud.
Die Digitalisierung erfordert eine flexible und agile IT als Enabler für innovative und neue Geschäftsmodelle. Das bedeutet, dass die IT sehr schnell auf neue Anforderungen reagieren muss.
Viele Unternehmen müssen sich da erheblich steigern: Gemäß der Studie „Built for the Fast Lane“ von VMware dauert es in den meisten europäischen Firmen fast ein halbes Jahr, bis die IT die Lücke zwischen dem, was Unternehmen von der IT erwarten, und dem, was diese tatsächlich leisten kann, zu schließen vermag.
Eine Schlüsselrolle dabei spielt die IT-Infrastruktur. Der Aufbau, der Lebenszyklus und die Technologie der IT-Infrastrukturkomponenten bestimmen weitgehend, wie schnell ein CIO auf Neues reagieren kann. Die Digitalisierung vo­ranzutreiben bedeutet, die IT-Infrastruktur zu modernisieren. In der weltweiten Umfrage anlässlich der Untersuchung  „Building a Digitally Empowered Business – Are you ready?“ des Industrieanalysten Ovum gaben 75 Prozent der 450 befragten IT-Entscheider 2016 an, ihre IT-Infrastruktur modernisieren zu wollen.
Christoph Höinghaus
CEO von Trivadis
Foto: Foto: Trivadis
„Die Digitalisierung ­voranzutreiben bedeutet, die IT-Infrastruktur zu modernisieren.“
Für eine Modernisierung ist auch genügend Budget vorhanden: Der aktuellen Studie „IT-Trends 2016“ von Cap­gemini zufolge wenden Unternehmen 2016 16,6 Prozent des IT-Budgets für Ersatz und Neugestaltung auf und 22,7 Prozent für Updates, Aktualisierung und Erweiterungen.

RZ anspruchsvoller als Endgeräte

Die Modernisierung der IT-Infrastruktur umfasst zwei Bereiche: das Rechenzentrum und die Geräte der Enduser. Während die relativ kurze Nutzungsdauer der Endgeräte lediglich eine kluge Device-Management-Strategie voraussetzt, ist die Modernisierung der IT-Infrastruktur des Rechenzen­trums eine weitaus umfassendere Aufgabe. Wobei der Begriff Rechenzent­rum für die Hardware und die Basis-Software steht, die notwendig sind, um die Kernanwendungen des Unternehmens zu betreiben und die für die tägliche Arbeit notwendigen Daten bereit­zustellen.
Die Modernisierung der IT-Infrastruktur des Rechenzentrums muss heute auf Basis von Trends wie Cloud-Computing, konvergente oder hyperkonvergente Infrastrukturen, steigende Leistungsdichten, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit erfolgen. Die bei Weitem wichtigste Technologie ist dabei die Cloud. Experten gehen davon aus, dass bis 2018 immerhin 60 Prozent aller Unternehmen mindestens die Hälfte ihrer Infrastruktur auf Cloud-basierte Plattformen verlagert haben.
Dabei spielt neben der Private Cloud und der Public Cloud vor allem die Hybrid Cloud eine zentrale Rolle. Sie ist jedoch nicht nur eine Kombination aus Private und Public Cloud, sondern verbindet auch die bestehende traditionelle IT mit der Cloud-Technologie. Diese Verbindung kann verschiedene Ausprägungen haben – beispielsweise den Einsatz von Cloud-Gateways, die oftmals als Appliance ausgeliefert werden, das heißt als vordefinierte und installierte Kombination aus Hard- und Software.