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Check Point warnt vor alter Conficker-Malware

Quelle: Foto: Shutterstock/Profit_Image
02.12.2015
Viele Kriminelle setzen immer noch auf alte, bewährte Schädlinge, die sie mit kleinen Tricks an Sicherheitsvorkehrungen in Unternehmen und bei Privatanwendern vorbeischleusen.
Es ist fünf bis sechs Jahre her, dass der Computerwurm Conficker Schlagzeilen machte. Seitdem ist es relativ ruhig um den Schädling geworden. Nicht ganz zu Recht, wie der Sicherheitsanbieter Check Point meint. Das Unternehmen betreibt das internationale Analysenetzwerk ThreatCloud, das live aktuelle Cyber-Attacken zeigt.
Diese Daten sind die Grundlage für monatliche Auswertungen über die am häufigsten aufgespürten Malware-Exemplare. Nach Informationen des britischen Magazins Computerworld führte Conficker im vergangenen Monat die Check-Point-Liste an, gefolgt von dem Erpresser-Schädling Neutrino von 2013 und dem Rootkit Hacker Defender von 2008. Weit oben auf der Liste stünden auch Cutwail von 2007 und Sality von 2010.
Als wichtigsten Grund für die hohe Verbreitung vergleichsweise alter und einfacher Schädlinge nennt Computerworld-Journalist John Dunn: „It works.“ Viele der alten Bedrohungen seien immer noch ausgezeichnet geeignet, um Rechner zu infizieren und um sie in Bot-Netze zu integrieren. Diese würden dann in DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) eingesetzt.
Laut Simon Moor von Check Point schlüpfen die alten Malware-Programme immer wieder durch die Netze von Antivirus-Software, weil die Ganoven kleinere Änderungen am Code vornehmen, um ihre Erzeugnisse zu tarnen. Im Marketing vieler Hersteller scheint dies aber noch nicht angekommen zu sein. Lieber weisen sie kontinuierlich auf die Gefahr neuester, hochkomplexer sogenannter Advanced Persistent Threats (APTs) hin.
Dunn nennt die Erkenntnis „ernüchternd“, dass die Kriminellen stattdessen immer noch viele Erfolge mit eigentlich längst bekannten Tricks und Jahre alter Schadsoftware feiern.

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