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Windows 10 für Firmen – Top oder Flop?

Windows-10-Anforderungen und Upgrade-Modelle

von - 30.04.2015
Wenig anspruchsvoll zeigt sich Windows 10 in puncto Hardware-Voraussetzungen. Es ist so konzipiert, dass es sich mit den gleichen Hardware-Anforderungen begnügt wie Windows 7. Damit lassen sich alle PCs, auf denen Windows 7 oder höher läuft, ohne Leistungseinbußen auch mit Windows 10 betreiben. Die wichtigsten Spezifikationen finden sich im Kasten „Kein Hardware-Upgrade nötig“.

Kein Hardware-Upgrade nötig

Windows 10 erfordert für die Migration keine neue Hardware, wenn auf dem PC bereits Windows 7 oder höher läuft . Die Eckdaten haben sich gegenüber den Vorgängerversionen nicht verändert.

● Prozessor: 1 Gigahertz (GHz⁠) oder schneller

● Grafikkarte: Microsoft DirectX 9 mit WDDM-Treiber

● RAM: 1 GByte (32 Bit) oder 2 GByte (64 Bit)

● Microsoft -Konto / Azure Active Directory und Internetzugriff

● Freier Festplattenspeicher: 16 GByte

Dank der moderaten Hardware-Anforderungen passt Windows 10 auch besser zur Abschreibungspraxis in Firmen.
Die Nutzungsdauer eines PCs im Unternehmen beträgt in der Regel drei Jahre, da über diesen Zeitraum die lineare Abschreibung erfolgt. Meist ist nach dieser Zeit die Hardware schon so leistungsschwach, dass kein neues System mehr flüssig darauf läuft. Bei Windows 10 wird das nicht der Fall sein. Man muss keinen abgeschriebenen PC durch einen neuen ersetzen, um auf Windows 10 zu wechseln.

Flexible Upgrade-Modelle

Terry Myerson, Executive Vice President of Operating Systems Group (OSG), Microsoft USA
Terry Myerson, Executive Vice President of Operating Systems Group (OSG), Microsoft USA: „Windows 10 will be our best enterprise platform ever.”

In Unternehmen kommen die unterschiedlichsten Computersysteme zum Einsatz – nicht nur normale Arbeitsplatz-PCs, sondern auch kritische Systeme, die nicht einfach zwischendurch neu gestartet werden dürfen. Als Beispiele dafür nennt Microsoft medizinische Geräte in der Notfallversorgung oder Systeme in der Flugsicherung. Microsoft hat deswegen in Windows 10 speziell für Unternehmenskunden neben dem klassischen Windows-Update-Mechanismus zwei weitere Upgrade-Modelle integriert.
Long Term Service Branch: Für kritische Systeme biete Microsoft den neuen Long Term Service Branch, der eine gezielte Steuerung der Upgrade-Prozesse ermögliche, erklärt Oliver Gürtler, wobei es der Unternehmens-IT überlassen bleibe, welche Systeme als kritisch eingestuft werden. Bei ihren kritischen Systemen beziehen die Unternehmen die Security-Updates im Rahmen des Windows Server Update Services (WSUS), über den sie selbst steuern können, wann die Updates an die Systeme verteilt werden.
Current Branch for Business: Bei diesem Upgrade-Modell handelt es sich eigentlich um periodische Updates. Das bedeutet, so Gürtler: „Funktions-Updates werden erst dann verfügbar gemacht, wenn sie im Consumer-Markt ihren Mehrwert und die notwendige Anwendungskompatibilität im Unternehmenseinsatz bewiesen haben.“ Sicherheits-Updates werden dagegen sofort verteilt. Das reduziert laut Microsoft die Kosten für das Management dieser Geräte.
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