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BIOS und UEFI — Das müssen Sie wissen

AHCI: SATA und Native Command Queuing

von - 20.01.2014
AHCI ist eine weitere wichtige Abkürzung und steht für Advanced Host Controller Interface. Der Schnittstellenstandard vereinheitlicht die Treiber für SATA-Kontroller.

Einheitlicher Treiber

Die Laufwerke eines Rechners sind intern an einen Kontroller angeschlossen, bei älteren Rechnern am IDE-Kontroller, bei neueren am SATA-Kontroller. Bevor der AHCI-Standard verabschiedet wurde, musste für jeden Kontroller ein eigener Treiber entwickelt und installiert werden, damit Windows auf die Laufwerke zugreifen konnte. Das ging so weit, dass während des Setups von Windows Treiber von einer Diskette nachgeladen werden mussten, damit sich die Festplatte als Installationsziel auswählen ließ.
Für Kontroller, die AHCI unterstützen, reicht hingegen ein einheitlicher AHCI-Treiber vollkommen aus. Der ist in Windows bereits integriert.

Native Command Queuing

AHCI vereinheitlicht nicht nur die Treiber, es bietet mit Native Command Queuing auch eine besondere Funktion, die mehr Leistung aus einer SSD herausholen kann.
Geräte-Manager: Ist AHCI aktiv, dann finden Sie im Geräte-Manager unter „IDE ATA/ATAPI-Controller“ einen Eintrag wie „Standard AHCI Serieller-ATA-Controller“
Geräte-Manager: Ist AHCI aktiv, dann finden Sie im Geräte-Manager unter „IDE ATA/ATAPI-Controller“ einen Eintrag wie „Standard AHCI Serieller-ATA-Controller“
Native Command Queuing optimiert den Zugriff auf Massenspeicher, indem es die Anfragen sortiert und zusammenfasst, bevor sie an die Festplatte oder SSD weitergereicht werden. Das kann einige Prozentpunkte mehr Leistung bedeuten. Vor allem dann, wenn viele Programme und Prozesse gleichzeitig auf den Massenspeicher zugreifen. Dazu muss AHCI aber im BIOS beziehungsweise UEFI aktiviert sein.

Ist AHCI aktiviert?

Ob AHCI aktiviert ist, zeigt Ihnen der Geräte-Manager an. Drücken Sie [Windows Pause] und klicken Sie auf „Geräte-Manager“. Klappen Sie den Zweig „IDE ATA/ATAPI-Controller“ auf. Wenn AHCI aktiviert ist, dann finden Sie dort einen Eintrag wie „Standard AHCI Serieller-ATA-Controller“. Falls ein ähnlicher Eintrag nicht existiert, dann ist AHCI auch nicht aktiviert.
Einfach einschalten lässt sich AHCI jedoch nicht, weil Windows beim nächsten Systemstart sonst einen Bluescreen zeigen würde. Folgen Sie stattdessen den Anweisungen des Tipps „AHCI-Modus aktivieren“.
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