com!-Academy-Banner
Vergleichstest

Videokonferenzen aus der Cloud

von - 09.06.2020
Videokonferenz
Foto: fizkes / shutterstock.com
Konferenz-Tools erleichtern die Zusammenarbeit im Homeoffice in hohem Maße. Unser Vergleichstest stellt einige der Lösungen vor und beschreibt zudem deren Vor- und Nachteile.
Von der Präsenzpflicht im Büro zum Homeoffice: Durch die Corona-Pandemie hat der Anteil der Berufstätigen, die teilweise oder ganz von zu Hause aus arbeiten, stark zugenommen. Laut einer im März 2020 durchgeführten Umfrage des Digitalverbands Bitkom trifft das in Deutschland aktuell auf fast jeden Zweiten zu (49 Prozent). Für viele ist diese Situation völlig neu, denn 18 Prozent der Befragten durften zuvor gar nicht im Homeoffice arbeiten.
Um den Kontakt zur Firma aufrechtzuerhalten, nutzen inzwischen laut Bitkom 45 Prozent der Berufstätigen Telefon- und Webkonferenzen. Entsprechend gefragt sind passende Lösungen, wobei cloudbasierte Videokonferenz-Tools besonders hoch im Kurs stehen. Sie können das persönliche Gespräch vor Ort zwar nicht ersetzen, kommen ihm aber unter allen Remote-Ansätzen eindeutig am nächsten. Dass sie auf breite Akzeptanz stoßen, zeigen die aktuellen Nutzerzahlen.

Rekordzahlen

Cisco WebEx Meetings
Testsieger: Der Videokonferenz-Klassiker WebEx Meetings von Cisco bietet das beste Gesamtpaket aus Funktionalität und Usability.
(Quelle: Cisco)
Durch den Videokonferenz-Boom eilt die Branche von einem Rekord zum nächsten. So kam Microsoft Teams laut Microsoft-Chef Satya Nadella Mitte April auf täglich 75 Millionen User, doppelt so viele wie noch Anfang März. Damit treffen sich auf der Kooperations-Plattform jeden Tag 200 Millionen Menschen zu Online-Besprechungen. Den stärksten Popularitätsschub infolge von Covid-19 legte indes Zoom Meetings hin. Wie das US-amerikanische Unternehmen in seinem Blog mitteilt, stieg die tägliche Anzahl seiner Nutzer innerhalb weniger Monate um den Faktor 20 an, von 10 Millionen im Dezember 2019 auf 200 Millionen im März 2020. Mittlerweile dürften es noch deutlich mehr sein.
In der Krise zeigen sich viele Videokonferenz-Anbieter entgegenkommend. Einige stellen ihre Lösungen kostenlos zur Verfügung oder schalten Features in ihren Gratisversionen frei, die es normalerweise nur in den Bezahlvarianten gibt. Beispiel GoToMeeting: Mit dem „Emergency Remote Work Kit“ hilft Anbieter LogMeIn etwa Bildungseinrichtungen, gemeinnützigen Organisationen und bestehenden Kunden dabei, ihren Geschäftsbetrieb auf Telearbeit umzustellen. Dafür gibt es dann eine Reihe von Gratislizenzen.
Ähnlich verhält es sich bei Cisco WebEx Meetings und Microsoft Teams, die ihre kostenlosen Tarife mit mehr Funktionen ausstatten. So entfallen bei WebEx Meetings gegenwärtig die Zeitbeschränkungen für Konferenzen und bei Teams können Gratisnutzer jetzt auch Meetings planen statt ihnen nur beitreten.
Verwandte Themen