Tintendrucker im Büro auf der Überholspur

Das Testfeld der Tinten-Multifunktionsgeräte

von - 01.02.2016
Preistipp: Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis und kaum Schwächen – Canon Maxify MB5350.
Preistipp: Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis und kaum Schwächen – Canon Maxify MB5350.
(Quelle: Canon)
Von Brother wurde der MFC-J5720DW getestet, das Gerät mit der umfassendsten Ausstattung im Test und das einzige, das auch A3-Papier bedrucken kann – sogar randlos. Allerdings ist Brother auch der einzige Anbieter, der in diesem Bereich noch mit farbstoffbasierten Tinten arbeitet – sonst wird überall mit Pigmenttinten gedruckt.
Canon schickte den Maxify MB5350 ins Rennen, den größten Vertreter der noch recht jungen Maxify-Reihe, mit der auch Business-Anwender gewonnen werden sollen. Der schwarze Würfel bietet fast alles, was das Büroherz begehrt. Einzig einen Einzelblatteinzug vermisst man ab und zu.
Mit den Geräten der Workforce-Pro-Reihe verbindet Epson den Slogan „Bye bye Laser“. Das aktuelle Modell Workforce Pro WF-4640DTWF durfte im Vergleichstest zeigen, ob das funktionieren könnte. Die Ausstattung ist rund, das mechanische Wenden des Scanguts haben andere Anbieter allerdings schon abgestellt – und ihre Modelle mit zwei Scanzeilen ausgestattet, was die Arbeitsgeschwindigkeit etwas erhöht.

Tinten-Multifunktionsgeräte im Test (Platz 4 bis 6)

Modell

Canon

Maxify

MB5350

Memjet

C6030 MFP

Ricoh

Aficio SG

3110SFNw

Preis

280 Euro

400 Euro

370 Euro

Seitenkosten

(wo möglich XL-Patronen)

1,4 Cent SW,

6,5 Cent Farbe

1,2 Cent SW,

3,8 Cent Farbe

1,4 Cent SW,

5,9 Cent Farbe

Testergebnis

Qualität (max. 30 Punkte)

26

21

23

Geschwindigkeit (max 20 Punkte)

13

20

12

Bedienung (max. 25 Punkte)

23

17

20

Ausstattung (max. 25 Punkte)

22

11

11

Gesamtpunktzahl (max. 100 Punkte)

84

69

66

Note

gut

befriedigend

befriedigend

Preis-Leistungs-Verhältnis

sehr gut

befriedigend

befriedigend

Qualität

Farbwiedergabe

gut

gut

gut

Detailwiedergabe

gut

gut

gut

Flächenwiedergabe

sehr gut

sehr gut

gut

Textdruck

gut

gut

gut

Kopie

gut

gut

befriedigend

Scan

gut

ausreichend

gut

Geschwindigkeit ¹⁾

Seiten pro Minute Schnelldruck

SW 18, Farbe 16

Seiten pro Minute normale Qualität

SW 19, Farbe 8

SW 60, Farbe 60

SW 11, Farbe 11

Dauer A4-Seite Grafik

64 Sek.

2 Sek.

159 Sek.

Dauer A4-Seite Foto

93 Sek.

8 Sek.

253 Sek.

Dauer erste Seite

SW 6 Sek.,

Farbe 11 Sek.

SW 10 Sek.,

Farbe 10 Sek.

SW 19 Sek.,

Farbe 10 Sek.

A4-Scan 300 dpi

13 Sek.

10 Sek.

13 Sek.

Bedienung

Einrichtung

sehr gut

gut

gut

Management

sehr gut

befriedigend

befriedigend

Papierhandling

sehr gut

gut

gut

Tintenwechsel

gut

befriedigend

sehr gut

¹⁾ gemessen ● ja ○ nein
HP war mit dem Officejet Pro X476dw im Testfeld vertreten. Wie bei Memjet arbeitet in diesem Gerät kein beweglicher Druckkopf. Stattdessen steckt ein Druckkopf-Array in Papierbreite im Gehäuse, der die Tinte auf das Papier feuert, während dieses vorbeigeführt wird. Highspeed im Druck steht jedoch ein Papiermanagement mit nur einer Kassette gegenüber. Immerhin fasst diese praktische 500 Blatt.
Das schnellste Pferd im Teststall stammte jedoch von Memjet. Der C6030 MFP bedruckt tatsächlich 60 Seiten pro Minute mittels eines Array-Druckkopfs. Dafür hat das Gerät deutliche Schwächen. Der fehlende Touchscreen ist dabei eher zu verschmerzen als die Papierkassette (nur eine), die gerade einmal 250 Blatt Papier aufnimmt.
Aficio SG 3110SFNw heißt das Testgerät von Ricoh. Ein grund­solides Gerät, das gute Qualität lieferte, bei dem jedoch, – wie beim Memjet-Drucker – die Ausstattung hinter der Leistung zurückbleibt. Ein längst nicht mehr zeitgemäßes monochromes Zeilen-Display und lediglich eine Kassette mit 250 Blatt Kapazität verhinderten ein der Druck- und Scanleistung entsprechendes Abschneiden des Geräts.

Die Testumgebung

Getestet hat com! professional mit einem Dell-Notebook In­spiron 15 mit üblicher Ausstattung. Alle Tests fanden unter Windows 8.1 statt. Außer Standardanwendungen zum Drucken befand sich nichts weiter auf dem Rechner. Jedes Gerät wurde per USB mit dem PC verbunden; zur Installation von Updates waren die Geräte auch mit dem Internet verbunden.
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