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Garmin nüviCam Navigationssystem im Test

Die nüviCam fungiert als Spur- und Kollisionswarner

von - 27.07.2015
Doch nun zum wichtigsten neuen Ausstattungsmerkmal, der Kamera. Sie vereint gleich mehrere Funktionen, so auch einen Spurwarner. Dieser macht sich beim Überfahren einer durchgezogenen Linie optisch und akustisch bemerkbar, allerdings erst ab einer Geschwindigkeit von 65 km/h. Und das ist auch durchaus sinnvoll, denn der Assistent funktioniert so gut, dass er in einer Ortschaft mit vielen Fahrbahnmarkierungen dauernd anschlagen würde. Auf unseren vielen Testkilometern konnten wir die Zahl der Fehlalarme an einer Hand abzählen, hier haben die Entwickler der nüviCam gute Arbeit geleistet.
Garmin nüviCam - Rückseite
Navi mit Auge: Die horizontal schwenkbare Kamera der nüviCam vereint gleich mehrere Funktionen und bietet einen echten Mehrwert.
Ebenfalls gut, aber noch verbesserungswürdig ist der Kollisionswarner, der ab 50 km/h aktiv wird. Bei zu geringer Distanz warnt er, allerdings auch des Öfteren erst dann, wenn es für ein Bremsmanöver schon zu spät wäre. Speziell bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn fehlt der Kamera die „Weitsicht“, hier müsste der Alarm deutlich früher losgehen. Dennoch stellt das Feature im Ansatz einen Zugewinn zur alltäglichen Fahrsicherheit dar.
Die dritte Funktion der Kamera mussten wir zum Glück nicht ausprobieren: Die nüviCam dient durch die fortlaufende Aufzeichnung auch als Dashcam, die bei einem Unfall die Minuten davor und danach auf dem Speicher belässt und vor Überschreiben schützt. Im Fall der Fälle dürften die Aufnahmen aber gute Dienste erweisen, denn die Aufnahmequalität war durchwegs gut. Lediglich bei Tunnelein- und -ausfahrten kam es zu einem kurzen Blackscreen, da sich die Kamera auf die veränderten Lichtbedingungen einstellen musste.
Weniger gut gefallen hat uns wiederum die finale Zielführung per Live-Bild, die kurz vor Erreichen des Fahrtziels aktiviert wird. Hier blendet die nüviCam auf das reale Straßenbild eine sich verkürzende Linie sowie ein Fähnchen ein, das den Zielort anzeigt. Gerade im hektischen Großstadtverkehr lenkt der Blick auf diese Ansicht aber mehr ab, als dass er hilfreich wäre. Mit diesem Konzept ist wie oben erwähnt schon Blaupunkt gescheitert, und auch bei der nüviCam hätte man darauf getrost verzichten können.

Testergebnis: Garmin nüviCam

Routenführung (max. 25 Punkte)

22 Punkte

Ausstattung (max. 20 Punkte)

19 Punkte

Bedienung (max. 20 Punkte)

17 Punkte

Preis-Leistungs-Verhälnis (max. 15 Punkte)

10 Punkte

Display (max. 10 Punkte)

8 Punkte

Zubehör (max. 10 Punkte)

8 Punkte

Gesamtpunkte (max. 100 Punkte)

84 Punkte

Note

gut

Fazit

Garmin hat mit der nüviCam ein tolles Gerät entwickelt.

Die Kamera bietet trotz kleiner Kritikpunkte einen sehr

großen Mehrwert, vor allem im täglichen Gebrauch, und

rechtfertigt auch den gehobenen Preis von 379 Euro.

Note sehr gut: 100 – 85 Punkte; Note gut: 84 – 70 Punkte; Note befriedigend: 69 – 50 Punkte; Note ausreichend: 49 – 30 Punkte; Note mangelhaft: 29 – 10 Punkte; Note ungenügend: 9 – 0 Punkte
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