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Alles über Solid State Drives

Der Kontroller einer SSD

von - 12.02.2013
Der Kontroller ist die Schnittstelle zwischen den Speicherchips und dem Rest des Rechners. Der zentrale Chip entscheidet darüber, wie schnell das Laufwerk Daten mit PC-Komponenten wie dem Prozessor austauscht, und wie effizient die SSD Techniken wie Wear Leveling nutzt. Derzeit nutzen die meisten Solid State Drives Kontroller der Hersteller Marvell, Intel, Samsung und Sandforce.
Es entscheidet jedoch der Kontroller nicht allein über das Tempo einer SSD. So bringt der schnellste Kontroller wenig, wenn etwa langsame Speicherchips zum Einsatz kommen.
SATA-Anschluss: Solid State Drives schließen Sie wie normale Festplatten an das Mainboard an. Am gebräuchlichsten sind SATA 2 und SATA 3.
Je nach Kontroller unterstützt das Lauf­werk SATA 2 mit 3 GBit/s oder SATA 3 mit 6 GBit/s. Dabei handelt es sich um die Schnittstelle, mit der die SSD am Mainboard angeschlossen ist.
Besser sind SSDs, die über einen SATA-3-Anschluss verfügen, auch als SATA 600 bezeichnet. Er ermöglicht eine theoretische Datenrate bis 6 GBit/s. In der Praxis bleiben rund 600 MByte/s.
Da flotte SSDs Daten mit über 500 MByte/s lesen, kann ein SATA-2-Anschluss mit rund 300 MByte/s schnell zum Flaschenhals werden. Auf der anderen Seite: Das Gros der Laufwerke reizt die Bandbreite von SATA 3 – wenn überhaupt – nur selten aus. Zudem ist für alltägliche Aufgaben mit Windows die SATA-2-Bandbreite ausreichend.
Zudem sollte bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden, ob das Mainboard über SATA-3-Anschlüsse verfügt. Wenn das nicht der Fall ist, dann bringt auch eine SSD mit diesem flotten Anschluss keinen Geschwindigkeitsvorteil.
SATA 2 oder SATA 3: Das Tool Sisoftware Sandra Lite 2012 SP3 zeigt Ihnen in den Informationen zum Mainboard an, welche SATA-Version Ihr Computer unterstützt – in diesem Beispiel SATA 2.
Welcher SATA-Anschluss auf Ihrem Mainboard verbaut ist, zeigt das Tool Sisoftware Sandra Lite 2012 SP3 (kostenlos). Wählen Sie in dem Tool „Hardware-Informationen, Mainboard“. Wenn unter „Laufwerkscontroller, Schnellster SATA Modus“ der Eintrag „SATA300“ steht, dann unterstützt das Mainboard SATA 2. Mit der Angabe „SATA600“ unterstützt das Mainboard SATA 3.
Interleaving: Die Transferraten der Flash-Speicherchips sind längst nicht so hoch wie die Gesamtgeschwindigkeit einer SSD. So liegen die Transferraten je nach Art des Chips mit 50 bis 200 MByte/s deutlich unter den maximalen Geschwindigkeiten der derzeit schnellsten SSDs. Um die hohen Datenraten von über 500 MByte/s zu erreichen, behelfen sich die Kontroller mit einem Trick: Sie steuern mit der Technik Interleaving bis zu zehn Speicherchips parallel an. Dadurch addieren sich die Transferraten der Chips.
Das ist übrigens auch der Grund, weshalb SSDs mit kleineren Kapazitäten langsamer sind, vor allem beim Schreiben: Aus Kostengründen verbauen die Hersteller bei kleineren SSDs weniger Speicherchips. Es gibt also weniger Möglichkeiten zur Leistungssteigerung, indem man mit Interleaving mehrere Chips parallel anspricht.
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