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Identity Fraud

Identitätsdiebstahl verursacht große Schäden

von - 27.09.2019
Identitätsdiebstahl im Netz
Foto: Shutterstock / Joe Therasakdhi
Identitätsdiebstahl im Internet sorgt weltweit für mil­li­ar­den­schwere Schäden. Hacker nutzen Identity Fraud für betrügerische Zahlungsvorgänge, Geldwäsche und andere Verbrechen.
Hacker hinter digitalen Masken: Studien zufolge wurden in den letzten sechs Jahren weltweit 112 Milliarden Dollar durch Identitätsbetrug gestohlen – was ungefähr einem Verlust von 35.600 Dollar pro Minute entspricht.
In den Branchen E-Commerce, Finanzdienstleistungen, Medien, Glücksspiel, Telekommunikation und Versicherungen summiert sich der Anteil der betrügerischen Zahlungsvorgänge auf rund 7 Prozent. Identity Fraud ist auf dem besten Weg, ein Massenphänomen zu werden.

Händler als Opfer

Ein Identitätsbetrug liegt vor, wenn persönliche Daten gestohlen wurden, so etwa Name, Geburtsdatum, Adresse und weitere Details. Betrüger verwenden diese Informationen beispielsweise, um ein Bankkonto zu eröffnen, an Kreditkarten zu kommen, ein illegales Geschäft zu eröffnen oder einen Reisepass zu beantragen.
Miriam Wohlfahrt
Geschäftsführerin Ratepay
www.ratepay.com
Foto: Ratepay
„Traditionelles Risikomanagement mit Fokus auf Bonität und statischen Regeln reicht nicht mehr aus.“
Die Daten können auch zum Begehen schwerwiegender Delikte wie Geldwäsche und sogar terroristischer Straftaten verwendet werden. Identitätsdiebe suchen nach allem, was persönliche Daten enthält: Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen, Kontoinformationen in sozialen Medien, Rechnungen, Führerschein, Reisepass, ­Investitionsberichte, Aufzeichnungen zur Altersvorsorge, Speichermedien wie USB-Geräte und so weiter.
Foto: Shutterstock / Creativa Images
Formen des Identitätsklaus
Die Spielarten von Identity Fraud im Payment sind je nach Zahlungsart unterschiedlich:
  • Gestohlene Kreditkartendaten
  • Gehackte Paypal-Accounts
  • Übernahme von Nutzer-Accounts
  • Identitätsbetrug durch gestohlene persönliche Daten (Darknet, soziale Medien, Daten aus Telefonbüchern oder von Klingelschildern)
„Gerade im Online-Handel hat der Anteil von Identity Fraud zugenommen“, berichtet Miriam Wohl­farth, Mitgründerin und ­Geschäftsführerin des Payment-Dienstleisters Ratepay. „Leider kommt es immer öfter vor, dass Waren von Betrügern mit Daten real existierender Personen bestellt werden. Auch wenn der Händler auf dem finanziellen Schaden sitzen bleibt, geht ein solcher ­Betrug für den Identitätsinhaber mit viel Aufwand und teilweise auch psychischer Belastung einher, da dieser nicht weiß, wie oft er noch mit Mahnschreiben und Ähnlichem konfrontiert wird.“
Zum administrativen Ärger – Unternehmen kontaktieren, Anzeige erstatten, Konten sperren – kommt also noch ein enormer emotionaler Stress, weiß Wohlfarth aus ihrer beruflichen Praxis.
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