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Hightech-Abwehr schützt Spiele-Server

Aufrüsten gegen Angriffe

von - 31.10.2018
Website Imperva
Imperva: Der Sicherheitsdienstleister hat seine Wurzeln im israelischen Militärsektor.
Ein enger Partner der IT-Abteilung, vor allem im Bereich Sicherheit, ist die israelisch-US-amerikanische Firma Imperva. Imperva hat als israelische Firma wie fast jedes IT-Unternehmen in diesem Land seine Wurzeln in den Security-Sondereinheiten des Militärs und der Landesverteidigung. Imperva bietet von seinen mehr als 30 Rechenzentren aus Traffic Filtering an. Der Datenverkehr eines Kunden kommt zuerst in einem geografisch nahe gelegenen Imperva-Rechenzentrum an und wird dort gefiltert.
Imperva gehört zu jenen IT-Dienstleistern, die still und leise und unbemerkt von der Öffentlichkeit ihre Arbeit erledigen. Gamigo stieß mehr zufällig auf diesen Service-Provider, nachdem es die Notwendigkeit erkannt hatte, mehr für die Sicherheit seines Netzwerks tun zu müssen: „Wir haben uns nicht von der Historie beeindrucken lassen, die uns Imperva präsentiert hat, sondern direkt von der praktischen Auseinandersetzung mit seiner Lösung. Der erste Test hat einwandfrei funktioniert, sodass wir sehr schnell zu einem Vertrag gekommen sind. Seitdem herrscht Ruhe an unserer Security-Front.“
Wie Wehrlin berichtet, ist sein Unternehmen immer wieder Online-Angriffen ausgesetzt. Neben klassischen Netzwerk-Attacken wie DDoS oder Bootbot gibt es bei Gamigo die Besonderheit, dass man manchmal noch veraltete Software für einige Programme laufen lassen müsse, die man nur bedingt absichern könne. „Hier hilft uns die Web Application Firewall von Imperva“, sagt Wehrlin. „Sie erlaubt uns ein paar Steuerungseingriffe, sodass wir die Sicherheitsprobleme fast komplett beseitigen konnten. Wir hatten vorher ein paar andere Lösungen ausprobiert, zum Beispiel durch den Einsatz von mehr Hardware. Bis zu einem gewissen Grad hat das sogar eine Zeit lang funktioniert, aber mit dem Anwachsen der DDoS-Attacken kam die Hardware nicht mehr mit. Man hätte wieder für sehr viel Geld aufrüsten müssen – bis zum nächsten Limit. Der Übergang zu den Methoden eines Dienstleisters war dann nur der nächste logische Schritt.“
Die Umleitung des Traffics über Imperva hat auch keinen direkten Einfluss auf die Online-Spieler, in manchen Fällen werde der Datenverkehr sogar schneller, berichtet Wehrlin, etwa wenn ein User in der Nähe eines Imperva-Rechenzentrums die dortige In­frastruktur „betritt“ und seine Daten anschließend über das interne schnelle Netzwerk von Imperva und nicht über langsamere Telco-Netze weitergeleitet werden.
Das Tracking wird von Imperva nach Regeln durchgeführt, die mit dem Kunden festgelegt werden, wobei es keine Rolle spielt, an welchem Rechenzentrumsstandort das passiert. Die Regeln sind in allen Imperva-Rechenzentren in der gleichen Weise implementiert, sodass sich Gamigo auf einen überall gleichwertigen Schutz verlassen kann. Zum Beispiel seien die spanischen Gamigo-Spieler mit derselben Technologie geschützt wie die holländischen, betont Wehrlin.
Steckbrief Imperva
Gegründet: 2002 in Israel (unter dem Namen WebCohort, seit 2004: Imperva)
Zentrale: Redwood City (Kalifornien)
Produkte: Security-Software und -Services
Mitarbeiter: über 1000
Umsatz: 321,7 Mio. Dollar (2017)
Kunden: über 5200
Website: www.imperva.com
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